Genauso viele Kandidaten wie Sitze im Gremium - Spannung ist anders. Das weiß natürlich auch Jugendreferent Wolfgang Hollweck (USB), dem es aber viel wichtiger ist, "dass wir überhaupt wieder ein Jugendparlament haben - und dass da junge Leute dabei sind, die sich für die Interessen der Jugendlichen einsetzen". Von den neuen Jugendparlamentariern erwartet sich der städtische Jugendreferent zudem, dass sie mit eigenen Projekten die Arbeit des Jugendzentrums ergänzen. "Sie sollen sich als Sprachrohr der Geisenfelder Jugend verstehen", drückt es Bürgermeister Christian Staudter (USB) aus und betont, dass es "der Stadt ein großes Anliegen ist, die Jugendlichen selbst mit in die Verantwortung für die Jugendarbeit zu nehmen". Dazu ergänzt als Juz-Leiterin die Sozialpädagogin Anja Jänicke, "müssen sie lernen, als Team zu arbeiten".

Zunächst steht aber erst mal die Wahl an, bei der allen Jugendlichen aus Geisenfeld und den Ortsteilen im Alter von zwölf bis 20 Jahren wahlberechtigt sind. Bei den Kandidaten (siehe Kasten) ist das Altersspektrum dieses Mal extrem groß - es reicht von 13 bis 20 Jahren. Damit die beiden 13-jährigen Interessenten kandidieren können, wurde vor etwa zwei Wochen extra die Satzung geändert. So kann jetzt auch gewählt werden, wer heuer 14 Jahre alt wird. Bisher musste man bereits 14 Jahre alt sein. Außerdem konnten sich nun auch Interessenten aufstellen lassen, die nicht in Geisenfeld oder in einem Ortsteil wohnen. Es reicht, in Geisenfeld zur Schule zu gehen. Dies tut sechs der Kandidaten, die alle die Mittelschule besuchen. Eine Bewerberin besucht die Fos, zwei Kandidaten sind bereits berufstätig. Eine davon ist Lisa Pürzer, mit Nimra Bashir eine der beiden Bewerberinnen, die schon dem bisherigen Jupa angehört hat.

Gewählt werden kann am Montag, 19. Februar, ab 9.10 Uhr in der Mittelschule Vohburg, am Dienstag, 20. Februar, ab 9.15 Uhr in der Mittelschule Geisenfeld (Aula); am Mittwoch, 21. Februar, ab 8.15 Uhr in der Realschule Geisenfeld (Aula); am Donnerstag, 22. Februar, ab 12.20 Uhr am Gymnasium Wolnzach (Aula) und am Freitag, 23. Februar, von 15.30 bis 19.30 Uhr im Juz.

"Jeder Wähler kann frei entscheiden, bei wie vielen Kandidaten er ein Kreuzchen macht - das kann genauso gut bei nur einem sein wie bei allen neun", sagt die Juz-Leiterin Anja Jänicke. Und daraus werde sich dann eine bestimmte "Reihung" ergeben, was der Wahl ja auch einen Reiz verleihe.

Bei den letzten Jupa-Wahlen 2016 waren 1069 Jugendliche wahlberechtigt. Von diesen gaben dann 247 ihre Stimmen ab, was einer Wahlbeteiligung von 28,4 Prozent entsprach. Käme man auch dieses Mal wieder in diese Größenordnung, wäre Jugendreferent Hollweck damit "absolut zufrieden".