Zablowsky Rudi
Geisenfeld

Bereits immer im Spätherbst stellt der Volksfestausschuss des Geisenfelder Stadtrats die Weichen für das nächstjährige Volksfest - weil nicht nur der Festwirt, sondern auch die Schausteller und Fieranten frühzeitig planen müssen. Bei der Sitzung vertreten waren heuer neben Bürgermeister Christian Staudter (USB), Volksfestreferent Hannes Hetzenecker sowie den Stadträten Manfred Niebauer und Wolfgang Hollweck (beide USB) auch noch Christian Alter (FW) und Hans Schranner (CSU) und das Festwirtsehepaar Birgit und Burkhard Greiner. Ausschussmitglied Martin Lachermeier (CSU) war verhindert.

Erstmals überhaupt gab es heuer bei der Sitzung auch einen öffentlichen Teil, im dem Bilanz gezogen und die Reservierungsmodalitäten für das nächste Volksfest festgelegt wurden. Die Bilanz über die diesjährige Wiesn fiel dabei rundum positiv aus. Friedlich und harmonisch ging es zu, der Besuch und die Stimmung waren dank fast idealen Wetters hervorragend. Wie Festwirt Burkhard Greiner bilanzierte, lag der Umsatz in der Festküche um sagenhafte 25 Prozent höher als im Vorjahr. Und auch beim Gerstensaft - der heuer erstmals als extra gebrautes Festbier zum Ausschank kam, ging es nach oben: um knapp sieben auf 163 Hektoliter. Wie in der Sitzung verlautet, wurden heuer weder an den Bürgermeister noch an die Mitglieder des Volksfestausschusses irgendwelche Kritikpunkte herangetragen. Mit einer Ausnahme: das leidige Thema "Hendl ohne Semmel", das auch in der Sitzung angesprochen wurde. "Es gibt etliche Besucher, die stört das", wusste zum Beispiel Manfred Niebauer zu berichten. Und ähnlich äußerte sich auch Hans Schranner.

"Die alten Leute schaffen zumeist halt keine Breznzum Hendl."

Birgit Greiner

Das Festwirtspaar bleibt hier jedoch bei seiner Entscheidung - mit Verweis auf die vielen Semmeln, die immer zurückgingen und die man dann wegwerfen musste. Nur bei den Seniorennachmittagen sei dies anders ("Die alten Leute schaffen zumeist halt keine Brezn zum Hendl"), so Birgit Greiner. Und deshalb bleibe dies auch 2018 die einzige Ausnahme. Allerdings werde man "zur Verdeutlichung" beide Varianten in die Speisekarte mit aufnehmen: das Hendl mit beziehungsweise ohne Semmel. Volksfestreferent Hannes Hetzenecker regte zusätzlich an, doch das Bedienungspersonal anzuweisen, die Gäste bei einer Hendlbestellung anzusprechen. "Das Potenzial für Ärger ist schon viel geringer, wenn man bei der Bestellung gefragt wird, ob man eine Semmel dazu will oder nicht." Die Festwirtin sagte zu, ihr Personal zu bitten, "hier doch etwas kommunikativer zu sein".

Die für heuer für den Eröffnungstag eingeführten Änderungen will man beibehalten, weil sie sich aus Sicht des Ausschusses und des Festwirts alle bewährt hatten. Dies gilt für die Abgabe von Limozeichen an die ausmarschierenden Kinder, das Anzapfen auf der Bühne und das Singen der Bayern-Hymne. Damit alle im Zelt die musikalische Begleitung hören und damit die Besucher einen "Vorsänger" haben, soll das Instrumentale in Zukunft von der Band übernommen werden, die das folgende Abendprogramm gestaltet.

Voll bewährt haben sich nach allgemeiner Ansicht auch die bei den zwei zurückliegenden Volksfesten geltenden Reservierungsmodalitäten für die einzelnen Tage. Einstimmung wurde deshalb deren Beibehaltung beschlossen.

Im anschließenden nicht öffentlichen Teil ging es dann noch um das Musikprogramm im Festzelt und die Zulassung von Schaustellern und Fieranten. Was das Musikprogramm im Festzelt angeht, so bleibt von Samstag bis Dienstag alles wie gehabt. Eine Änderung gibt es nur für den Freitag. Weil die Fetzentaler, die jetzt zweimal aufgespielt haben, für diesen Tag schon ein anderes Engagement haben, kommt es zu einem Wechsel. Vorzugsweise im Gespräch ist nach Mitteilung von Volksfestreferent Hannes Hetzenecker hier die Showband "Bayern 3000" um den Geisenfelder Kulturpreisträger Hans-Jürgen Huber, die heuer auch schon auf dem Oktoberfest in München in einem Zelt aufgespielt haben.

Was den Samstagnachmittag angeht, an dem die Fundsachenversteigerung ja nur alle zwei Jahre ansteht, so "wollen wir die Fühler ausstrecken, ob nicht mal wieder eine Modenschau zustande kommt", so Hetzenecker.

Zu zwei Änderungen kommt es auch auf dem Vergnügungspark: So wird das Happy Monster turnusgemäß vom Roll Over abgelöst. Und auch das Riesenrad macht für zwei Jahre wegen eines anderen Engagements Pause in Geisenfeld. An dessen Platz wird im kommenden Jahr der Wellenflug stehen. Dabei handelt es sich um ein sehr hohes Kettenkarussell mit einer magenkitzelnden, wellenförmigen Flugbahn.

Nichts zu beschließen gab es bei der Sitzung über den Bierpreis. Der wurde ja bis zum Jahr 2019 fix auf 8,20 Euro festgeschrieben.