Geisenfeld: Drei Tage Bilderbuch-Volksfest
Ein Fest, das die Generationen verbindet und eines, zu dem leckerer Steckerlfisch einfach dazugehört - auch dafür steht das Geisenfelder Volksfest. - Fotos: Kohlhuber
Geisenfeld

Die Bilanz, die Festwirt Burghard Greiner gestern Nachmittag ziehen konnte, war rundum positiv. 120 Hektoliter an Getränken wurden an den beiden ersten Tagen ausgeschenkt, was ziemlich genau den Zahlen des Vorjahres entspricht. An beiden Abenden bot der Festwirt hochkarätige Showbands auf, die im voll besetzten und liebevoll geschmückten Festzelt für prächtige Stimmung sorgten. Manyana (mit neuer Sängerin) sind ja vom Geisenfelder Volksfestsamstag fast nicht mehr wegzudenken, und die Fetzentaler, die am Freitag ihr zweites Gastspiel gaben, sind auf dem besten Wege, sich diesen Status zu erarbeiten.

Sehr gut gelaufen ist auch der Mittagstisch am Sonntag, und nach einer Verschnaufpause am Nachmittag war das Zelt auch ab dem frühen Abend wieder gut gefüllt. Für die passende Musik sorgten den ganzen Tag über verschiedene Formationen der Stadtkapelle, die zu ihren poppigeren Klängen am Abend auch wieder gesangliche Unterstützung bekamen.

Am Sonntagnachmittag nutzten viele Besucher das überraschend gute Herbstwetter für einen Bummel durch die (leider recht spärlichen) Dultá †stände und einen Abstecher in die verkaufsoffenen Geschäfte.

Von einem "sehr ruhigen und friedlichen" Volksfestwochenende - ohne Schlägerei, Vandalismus und ertappte Alkoholsünder - spricht die Geisenfelder Polizei. Alkohol war jedoch bei den beiden einzigen gemeldeten Einsätzen im Spiel.

So fiel am Samstag gegen 22.15 Uhr einer Fußstreife der Polizei auf dem Volksfestgelände ein laut herumpöbelnder junger Mann auf. Als die Polizisten den Betrunkenen zur Ruhe mahnten, beleidigte er die beiden Beamten, die ihn daraufhin abführen wollten. Da gesellte sich sein ebenfalls stark alkoholisierter Freund hinzu und setzte ebenfalls zu Beleidigungen an. Mit Hilfe von Unterstützungskräften wurden die beide Männer in Gewahrsam genommen. Der erste Täter, ein 19-jähriger Mann aus dem Raum Geisenfeld, war so betrunken, dass ein Notarzt die Einlieferung ins Krankenhaus anordnete. Der zweite Täter, ein 22-Jähriger aus dem Raum Aiglsbach, randalierte noch in der Polizeiwache und wurde deshalb in der Arrestzelle ausgenüchtert. Gegen beide Männer wird für die verbleibende Dauer des Volksfestes ein Betretungsverbot erlassen.

Zu dem zweiten Vorfall kam es am Samstag gegen 23.40 Uhr im Festzelt. Eine 24-Jährige aus München wurde nach eigenen Angaben von einem Mann im Vorbeigehen begrapscht. Er habe ihr unter den Dirndlrock gegriffen. Die Frau wandte sich an einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, doch weil die 24-Jährige betrunken war, kam es zum Streit. In dessen Verlauf wollte der Security-Mitarbeiter die Frau aus dem Festzelt geleiten. Diese beschwerte sich später bei der Polizei, dass der Mann sie "grob am Oberarm gepackt" habe. Gegen den noch unbekannten Grapscher erstattete sie Anzeige wegen Beleidigung auf sexueller Basis. Der Mann wird als 20 bis 30 Jahre alt und etwa 1,90 Meter groß beschrieben. Er hat dunkelblondes Haar und war mit einem blaukarierten Trachtenhemd bekleidet. Gegen den Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes stellte die 24-Jährige Strafantrag wegen Körperverletzung. Der Mann war bei der polizeilichen Aufnahme nicht mehr vor Ort und muss dazu noch vernommen werden.