Betonboller am Eingang des Ernsgadener Laurenzimarktes als Teil des Sicherheitskonzeptes
Huber, Gerold, Ernsgaden
Geisenfeld

Sicherlich, so der stellvertretende Polizeichef Josef Ledl, gebe es wesentlich prominentere Ziele für solch einen Anschlag als das Geisenfelder Volksfest, und es gebe auch keinerlei Hinweise auf eine aktuelle Bedrohungslage speziell für diese Veranstaltung. Allerdings könne nie gänzlich ausgeschlossen werden, „dass Einzeltäter oder Nachahmer auch für solch ein Fest eine Gefahr darstellen“.

Da ist zum einen das Horrorszenario, dass jemand ein Fahrzeug als „Waffe“ missbraucht. Um dies zumindest zu erschweren, werden heuer erstmals an den beiden Zufahrten an der Jahnstraße und an der Straße Am Bad Beton-Poller stehen. Solche wurden im Übrigen auch schon beim FC-Weinfest und auch beim Laurenzimarkt in Ernsgaden aufgestellt.

Die würfelförmigen Klötze – Kantenlänge etwa 90 Zentimeter – haben ein Gewicht von jeweils etwa 860 Kilogramm. Dass sich damit kein schwerer Lkw stoppen lässt, ist auch den Verantwortlichen klar. „Aber sie halten sicherlich einem Pkw-Aufprall stand und sie verschaffen im Fall des Falles Zeit“, sagt Katrin Limmer als Leiterin des städtischen Ordnungsamtes. Bei der Platzierung der Poller steht man allerdings in einem Interessenkonflikt, weil ja die Anfahrt von Feuerwehrfahrzeugen und Rettungswagen gesichert bleiben muss.

Für ein Stück weit mehr Sicherheit – und schlichtweg auch für ein besseres Sicherheitsgefühl bei den Volksfestbesuchern – wird auch die Polizeipräsenz verstärkt. „Wir bekommen Unterstützung von Kräften des Ingolstädter Einsatzzuges“, teilt hierzu der Geisenfelder Polizei-Vize Josef Ledl mit. Zudem, so Katrin Limmer, müssen sich die Volksfestbesucher heuer auf stichprobenartige Taschenkontrollen einstellen, „und zwar sowohl im Zelt als auch auf dem Vergnügungspark“.