•  Giso: Von Giso wird in manchen Veröffentlichungen als Gründer und Namensgeber von Geisenfeld gesprochen. In manchen Quellen wird er auch Gisil genannt. Wie Professor Josef Kürzinger in einer Abhandlung anlässlich der 700-Jahr-Feier der Erteilung der Marktrechte 2010 erklärte, ist diese Zuordnung sehr fraglich: "Die immer wieder genannte Verbindung mit dem Feld eines Giso ist geschichtlich nicht zu bestätigen. Es steht nicht einmal fest, ob es diese Person überhaupt gegeben hat."

 

  •  Hoegner: Dr. Wilhelm Hoegner (1887 bis 1980) überreichte dem damals amtierenden Bürgermeister Peter Appel am 12. November 1952 im Fuchsbüchlerkellersaal die Urkunde zur Stadterhebung Geisenfelds. Sozialdemokrat Hoegner war von 1945 von 1946 und von 1954 bis 1957 Bayerischer Ministerpräsident. Der Jurist, Richter und Hochschullehrer gilt als Vater der Bayerá †ischen Verfassung. Von März bis Juni 1946 Vorsitzender des Vorbereitenden Verfassungsausschusses brachte er unter anderem die Institutionalisierung von Volksbegehren und Volksentscheiden sowie die starke Verankerung der gemeindlichen Selbstverwaltung ein.

 

  •  Jahn: Friedrich Ludwig Jahn (1778 bis 1852) war ein deutscher Pädagoge, der als Vater der Turnbewegung gilt. Unter anderem verdanken ihm Reck und Barren ihre Verbreitung. Jahn war als Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung politisch engagiert. Die von ihm gegründete Turnerbewegung hatte unter anderem zum Ziel, die Jugend auf den Kampf gegen die napoleonische Besetzung und für die Rettung Preußens vorzubereiten. In Geisenfeld erschließt die Jahnstraße das Sportgelände, wo der 1893 gegründete Turnverein in den Jahren 1951 bis 53 seine Halle erbaute.

 

  •  Kolping (früher Starzenbachstraße): Adolf Kolping (1813 bis 1865) war ein Geistlicher, der 1849 die ersten katholischen Gesellvereine gründete (später Kolpingsfamilien). Deren Ziel ist es, junge Menschen zu fördern - hinsichtlich ihrer beruflichen Eignung, aber auch mit Blick auf ihren Charakter als tüchtige Christen. Bereits 1861 erteilte auf Anfrage des Kooperators von Geisenfeld, Hochwürden Anton Rosenbeck, am 19. Juli 1861 die "oberhirtliche Genehmigung" zur Gründung eines örtlichen Ablegers. 14 Tage später gibt auch der Königliche Landrichter sein Placet. Zunächst nutzte der Verein die Räumlichkeiten des Pfarrjugendheimes an der Starzenbachstraße (heute Kolpingstraße), die damals eine Sackgasse war. 1974 zog man in das Gebäude der Landwirtschaftlichen Berufsschule im Klostergarten (heute Sinnesgarten) um, bis das neue Pfarrheim bezogen werden konnte.