Geisenfeld: Jede Menge Aufwand für kleine Erfolge
Die neue Führungsriege der Bürgerinitiative: Vorsitzender Rudi Feistenberger (von links), Schriftführer Stefan Glaser, Kassier Manfred Meixensberger, Archivar Norbert Runawati sowie die Beisitzer Michael Kastl und Knut Martinetz nach der Wahl - Foto: Zurek
Geisenfeld
Der Verein hat es sich im Moment zur Hauptaufgabe gemacht, beim Festival des Sports die Organisation der Zähler zu übernehmen.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung hatte ein „harter Kern“ von 16 der derzeit 195 Mitglieder den BI-Chef einstimmig im Amt bestätigt. Feistenberger ging in seinem Rechenschaftsbericht zunächst auf die „überraschenderweise“ im neuen Ausbauplan zurückgestufte Trasse Süd der geplanten Umgehungsstraße ein. Bei allen Rückfragen der BI hätten die Behörden immer den Eindruck vermittelt, die Südtrasse bleibe in der obersten Dringlichkeitsstufe, machte Feistenberger keinen Hehl aus seinem Unmut, begrüßte aber umso mehr, dass die Stadt die Nordtrasse „dennoch voran treibt“.

Wie viel ein scheinbar kleiner Erfolg manchmal koste, machte der Vorsitzende am Beispiel des Kampfes für eine Fußgängerampel an der Münchner Straße deutlich: drei Jahre beharrlichen „Dranbleibens“ trotz etlicher Rückschläge: nicht akzeptierte Zählungen zur Belegung des Bedarfs, eine erneute Erfassung, die knapp unter den geforderten Mindestzahlen blieb, eine ohne Genehmigung des Kultusministeriums von den Schulleitungen beschlossene Befragung der Schüler zu ihrem Schulweg. Nach einer erneuten Zählung des Landratsamtes erfolgte ein Ortstermin mit Behörden und Polizeiinspektion. „Dann kam die Einsicht, dass eine Ampel sinnvoll sei – und endlich die Genehmigung“, sagte Feistenberger.

Gebaut wurde die Anlage aber mangels bewilligter Gelder dann doch nicht. Bis Feistenberger unlängst von den geplanten Baumaßnahmen in der Münchner Straße hörte und erneut nachhakte: Wenn schon die nötigen Geräte vor Ort seien, mache es doch Sinn, diese gleich für den Ampelbau zu nutzen. Ein Vorschlag dem Tobias Lindner vom Staatlichen Bauamt mit Schreiben vom 27. Juni zustimmte.

Einen Kampf auf anderer Ebene hatte die BI im Zusammenhang mit dem Vorwurf, sie habe für die vereinseigene Homepage lizenzpflichtige Bilder genutzt, auszustehen. Wie sich herausstellte, waren die beanstandeten Fotos ordnungsgemäß mit einer CD erworben worden – der Fehler lag beim herausgebenden Verlag.

Der Vereinskasse, für die Manfred Meixensberger als Kassier nicht viele Buchungen zu verzeichnen hatte, blieben so fast 2500 Euro an Strafgebühren erspart. Norbert Runawati und Michael Kastl hatten als Revisoren keine Beanstandungen, woraufhin der Vorstand einstimmig entlastet wurde.

Bei den nachfolgenden Neuwahlen änderten sich zwar nicht die Namen der Aktiven, es ergaben sich aber Änderungen in der Verteilung der Posten: Alfred Feistenberger wurde zum Zweiten Vorsitzenden, Stefan Glaser zum Schriftführer, Norbert Runawati zum Archivar gewählt. Meixensberger bleibt Kassier. Beisitzer sind Knut Martinetz und Michael Kastl, Kassenprüfer Stephan Bauer und Maggie Zurek.

Auf einstimmigen Beschluss der Versammlung werden ab sofort wieder die über einige Jahre ausgesetzten Mitgliedsbeiträge in Höhe von zwölf Euro pro Jahr eingezogen, um handlungsfähig zu bleiben. Als derzeit akute Aufgabe hat sich die Bürgerinitiative der Rekrutierung und Verteilung von Zählern für das Festival des Sports angenommen. Eine logistische Herausforderung, für deren Übernahme Bürgermeister Christian Staudter im Namen des Organisationskomitees herzlich dankte.