Das ehemalige Café Prechter.
GZ
Geisenfeld
Wie berichtet, war das Feuer wohl im Schlafzimmer des Zwei-Zimmer-Appartements im Keller des Mehrparteienhauses an der Münchener Straße ausgebrochen. Als die Aktiven der Geisenfelder Feuerwehr zu diesem Schlafzimmer vordrangen, fanden sie dort die 53-Jährige, die jedoch bereits tot war - augenscheinlich an einer Rauchvergiftung gestorben. Endgültige Sicherheit soll hier eine Obduktion bringen, die von der Rechtsmedizin München für Dienstagnachmittag anberaumt wurde.

Die 53-Jährige ist das dritte Geisenfelder Brandopfer binnen sechs Jahren - nach den beiden Männern, die bei dem Feuer im Milchmeier-Anwesen im Oktober 2011 zu Tode kamen. Eine auffällige Häufung solcher Fälle kann Feuerwehrkommandant Hans Rottler freilich nicht erkennen. "So etwas passiert halt tragischerweise immer wieder mal wieder", sagt er. Und er hofft, dass die Zahl solcher Fälle mit der ausgeweiteten Rauchmelderpflicht in Bayern zurückgeht. Nachdem diese Pflicht für Neubauten bereits seit Anfang September 2013 gilt, geht am 31. Dezember 2017 auch die Übergangsfrist für alle Bestandswohnungen zu Ende - sie müssen nachgerüstet werden. Vorgeschrieben sind laut Gesetz mindestens ein Rauchmelder in jedem Kinderzimmer, in jedem Schlafzimmer und in jedem Flur, der eine Verbindung zu den Aufenthaltsräumen hat. "Leider fehlt es vielen Leuten noch am Bewusstsein, wie lebenswichtig solche Rauchmelder sein können", weiß Hans Rottler aus Erfahrung.

Ob die Wohnung der getöteten 53-Jährigen mit einem Rauchmelder ausgerüstet war, konnten die Brandermittler nicht endgültig feststellen. So sei ein Teil der Decke durch das Feuer komplett verbrannt, ein anderer Teil durch die Brandschäden heruntergebrochen, hieß es auf Anfrage.