Geisenfeld: Benefizkonzert für neue Orgel
Als hochkarätige Musiker waren Jörg Duda und Brigitte Starck vor gut einem Jahr in die Villa Hammerschmid zu einer Uraufführungs-Soirée mit dem Bundespräsidenten Joachim Gauck eingeladen. Am Sonntag nun geben die beiden in der Stadtpfarrkirche ein Benefizkonzert zugunsten der neuen Orgel. ‹ŒArch - foto: Wördehoff
Geisenfeld

Mit dem schlichten Titel "Soirée" hat Jörg Duda das Konzert versehen, bei dem es neben Barockmusik auch zwei oder drei neue Kompositionen von Duda zu hören gibt. Wie zu erfahren war, ist der Musiker für das Konzert am Sonntag gerade am Komponieren. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird jedoch gebeten. Diese kommen in vollem Umfang der neuen Orgel zugute, deren Bau bereits grundsätzlich genehmigt ist. Die Investition ist Teil eines finanziellen Ablaufplanes, auf den sich die Pfarrei Geisenfeld mit der Diözese vor etwa einem halben Jahr verständigt hat.

Die Orgel in der Geisenfelder Stadtpfarrkirche ist genau 80 Jahre alt. Sie wurde 1937 in Plattling in Niederbayern erbaut. Und schon seit fast 20 Jahren gilt sie als marode - immer wieder treten beim Spielen Heuler auf. Erste Reparaturarbeiten wurden bereits 1953 vorgenommen. Nur 15 Jahre später war eine Restaurierung mit Reinigung angesagt - der Erfolg der Maßnahme war aber schon bald wieder verpufft. Womöglich, weil durch Schäden am Mauerwerk der Kirche Feuchtigkeit eindrang und das Holz des Instruments beschädigte.

"Mit Flickwerk ist ein derart empfindsames Instrument eben nicht wirklich zu retten", sagte Kirchenmusiker Jörg Duda im Jahr 2000, und so initiierten der Komponist und seine Mitstreiter seinerzeit ein erstes Benefizkonzert. Es folgten etliche weitere Veranstaltungen für den guten Zweck, und auch der Bürgerring entschloss sich schon vor zehn Jahren zu einer großzügigen Spende, die Anfang des Jahres überwiesen wurde: 20 000 Euro. Insgesamt ist der Spendentopf der Pfarrei für das neue Instrument derzeit mit etwa 31 000 Euro gefüllt.

Eine erste Kalkulation geht von Kosten von rund 750 000 Euro für das neue Instrument aus. Eine genauere Kalkulation ist noch nicht möglich, schließlich ist jede Orgel ein überwiegend in Handarbeit gefertigtes Unikat, das auf die akustischen Bedingungen im Gotteshaus abgestimmt wird.