Zurek, Magdalena, Geisenfeld
Pfaffenhofen

„Fragment“ ist die Präsentation von Bildern und Skulpturen in der Städtischen Galerie überschrieben, während das Thema „Krieg, Gewalt und Vertreibung“ mit seinen unterschiedlichen Aspekten im Mittelpunkt der Ausstellung in der Stadtpfarrkirche steht (siehe getrennter Artikel unten).

Zur Eröffnung des von der Deutschen Organisation für Mosaikkunst (Domo) ausgerichteten Symposiums begrüßte deren Vorsitzende Sabine Stellrecht-Schmidt am Freitagabend eine Vielzahl von Gästen im Haus der Begegnung. Neben dem Schirmherrn der Veranstaltung, Pfaffenhofens Bürgermeister Thomas Herker (SPD), hatten sich auch der stellvertretende Landrat Anton Westner (CSU) und sehr viel Fachpublikum eingefunden.

Wie schon vor vier Jahren bei der Premiere des Symposiums in Linz werde „geballtes Wissen in kurzer Zeit“ vermittelt, meinte die Vorsitzende unter Hinweis auf die im Laufe der Woche bis zum 20. August angebotenen Vorträge und Workshops. Diese werden von renommierten Experten geleitet und sind offen nicht nur für Künstler, sondern für alle Interessierten.

Die Vorsitzende dankte ihren vielen Mitstreitern, allen voran Vereinsvize Marita Schauerte und Lokalmatadorin Caroline Jung aus Reichertshofen, ohne deren Fleiß und Ausdauer die Organisation des Ereignisses nicht möglich gewesen wäre. Auch an die Stadt Pfaffenhofen und das KUS ging ein Vergelt’s Gott für die umfangreiche Unterstützung.

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Pfaffenhofen

Westner outete sich in seinem Grußwort mit einem Schmunzeln als Bewunderer von Caroline Jung – und gab sich überzeugt: „Das vom KUS mit 800 Euro geförderte Symposium wertet Stadt und Landkreis auf.“ Der stellvertretende Landrat zeigte sich nach einem kurzen Rundgang durch die zeitgleich eröffnete Ausstellung „Fragment“ beeindruckt von der Kreativität der Kunstschaffenden.

Bürgermeister Herker seinerseits lobte mit Blick auf mehr als drei Jahre Vorbereitung das ehrenamtliche Engagement der Domo, das – „beseelt von großem Enthusiasmus“ – eine der aus seiner Sicht buntesten und herausragendsten Veranstaltungen des Sommers möglich gemacht habe.

Wie Lissi Maier-Rapaport und Bärbel Engelbrecht von der Domo anlässlich der Vernissage außerdem erklärten, wolle die Ausstellung „Fragment“ die Idee des Non-Finitum, also des Weglassens und des Reduzierens, insbesondere thematisieren. Die sich daraus ergebende ganz eigene Dynamik lasse nämlich weit mehr Raum für Interpretation.

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Eine sechsköpfige Fachjury hatte bereits vorab unter den 27 Künstlern vier Preisträger ermittelt. Zu den anwesenden Juroren zählte unter anderem Manfred Hoehn, der fast 40 Jahre als Werkstattleiter für Mosaik in der Mayerschen Hofkunstanstalt in München tätig war.

Der auf 800 Euro dotierte erste Preis ging hierbei an Tanja Lebski aus Altleinigen, das im Bundesland Rheinland-Pfalz liegt. Sie beschreibt mit ihrem Opus „Primavera- oggetti ritrovati“ die im Wortsinn bruchstückhafte Geschichte ihrer Familie – ausgehend vom Urgroßvater, der als Findelkind vor einem Kloster in Sizilien abgelegt wurde.

Punktgleich auf dem zweiten Platz (je 400 Euro) landeten Volodymyr Yagodka aus der Ukraine („Call of Comet“) sowie Helga Dangl aus Ulm („Aufbruch“). Günter Bruchof aus Neuwied („Fluss der Zeit“) erhielt 200 Euro als Drittplatzierter. Überdies wurde ein Publikumspreis in Höhe von 100 Euro ausgelobt, dessen Gewinner am 20. August bei der Finissage bekannt gegeben wird.