Birkenheide: 2018 mit einem Zauberwald
Der See soll mehr ins Zentrum rücken: Für den Weihnachtsmarkt in der Birkenheide hat Veranstalter Eberhard Leichtfuß neue Ideen - denn er will 2018 gerne weitermachen. - Foto: Konze
Birkenheide

Herr Leichtfuß, wie lief das zweite Winterzauber-Wochenende?

Eberhard Leichtfuß: Wesentlich entspannter als das Erste. Dieses Mal hat, wie beim Uhrmacher, ein Rädchen ins andere gegriffen. Ich möchte fast sagen, es war optimal.

 

Was hat Ihnen besser gefallen als am ersten Wochenende?

Leichtfuß: Natürlich die An- und Abfahrt mit den Bussen. Das fast verdoppelte Aufsichtspersonal konnte mehr auf die Fragen der Besucher eingehen. Die entspannte Atmosphäre hat sich spürbar auf die Menschen übertragen. Und ich war nicht mehr so gestresst wie noch am ersten Wochenende.

 

10 000 Besucher - zufrieden?

Leichtfuß: Klar, wir hatten im Vorfeld mit 5000 bis 7000 Besuchern gerechnet. Nach vielen Anfragen im Vorfeld spürte ich, die Stimmung ist gut und ich dachte schon, es könnten mehr werden. Aber dann waren es 17 000 am ersten und 10 000 am zweiten Wochenende.

 

Gibt es den Weihnachtszauber 2018 wieder?

Leichtfuß: Ja. Sandra Emontz und ich möchten gerne zusammen weitermachen. Natürlich müssen wir die Probleme mit den Parkplätzen noch besser in den Griff bekommen. Aber eigentlich lief es trotz des ersten Wochenendes nicht so schlecht. Geschätzt 14 000 Besucher sind am Premieren-Wochenende mit den Shuttlebussen an- und abgereist, am vergangenen Wochenende waren es rund 6000. Das war in meinen Augen auch eine Meisterleistung der Busfahrer.

 

Auf ein Neues 2018, dann vielleicht mit einem Markt in der Birkenheide an mehr Adventwochenenden?

Leichtfuß: Geplant sind vorerst drei.

 

Haben Sie Ideen, wie der Markt noch attraktiver gestaltet werden kann?

Leichtfuß: Ja, viele. Zwei davon verrate ich: Zum einen wird der Wald hinter dem See zum Zauberwald. Es wird geschlungene Pfade geben, Nebelschwaden, Lichter, Geräusche. Hütten aus alten Balken kommen zwischen die Bäume, dazu sind die Dächer mit Moos bewachsen. Ich habe das Bild schon vor meinem inneren Auge. Zum anderen wächst die Budenstraße weiter um den See herum. Der See wird noch mehr der zentrale Punkt des Weihnachtszaubers.

 

Die Zahl der Buden wird aber nicht übermäßig zunehmen?

Leichtfuß: Nein, wir wollen langsam und gesund wachsen. Wir nehmen auch nicht um jeden Preis jeden Bewerber. Ich lege nach wie vor viel Wert auf Qualität. Es sollen schöne Sachen angeboten werden.

 

Verraten Sie noch eine Idee?

Leichtfuß: Okay, schwimmenden Hütten auf dem See sind eine meiner Visionen. Reinsetzen und feiern. Das wär's. Aber ich weiß, dass es da jede Menge Vorschriften und Sicherheitsfragen gibt.

 

Hat das Angebot in diesem Jahr gepasst?

Leichtfuß: Fürs erste Mal hatten die Waren der Aussteller eine hohe Qualität. Viele Aussteller haben gesagt, dass am zweiten Wochenende mehr verkauft wurde als am Ersten.

 

Was hat Ihnen persönlich am besten gefallen?

Leichtfuß: Der Eispalast. Das war eine meiner ersten Ideen, als ich das erste Mal das Gelände angeschaut habe. Den wird es 2018 auch wiedergeben. Genau so. Nur zum Anschauen und bewundern.

 

Keine Eisbar?

Leichtfuß: Keine Eisbären.

 

Wie war die Stimmung unter den Besuchern, mit denen Sie inkognito ja gerne reden?

Leichtfuß: Super. Mancher hat gesagt, ,Schöner als Hexenagger'. Ich würde es anders formulieren: Es war anders schön.

 

Die Fragen stellte

Oliver Konze.
 

Total entspannt

 
  • Katrin Limmer vom Städtischen Ordnungsamt Geisenfeld: „Es lief viel besser als am ersten Wochenende, es hat sich wohl auch durch unsere Gespräche einiges zum Positivem verändert. Natürlich trägt das Gelände dazu bei, dass der Verkehr immer ein Thema bleibt.“
  • Klement Kreitmeier, Leiter der Polizeiinspektion Geisenfeld: „Das Wochenende war total entspannt. Vor allem die unterteilten Bushaltestellen haben das Ganze entzerrt. Wir haben keine Wartezeiten festgestellt. Dass die Anfahrt von Hartacker erlaubt war, hat auch seinen Teil dazu beigetragen. Auf dem Markt selber hat eine Superstimmung geherrscht.“
  • Martin Schmid, Bürgermeister Vohburg: „Ich war sicher, dass das gemeinsam erarbeitete Verkehrskonzept greift. Ich habe mir alle drei Tage angeschaut, es lief hervorragend.“