Donnerstag, 18.03.2010 |

 

20.11.2009 18:50 Uhr | 100x gelesen
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Betriebserweiterung soll ermöglicht werden


Bild: Betriebserweiterung soll ermöglicht werden .  Freinhausen (pee) Ein heikles Thema beschäftigte den Hohenwarter Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung: die geplante Erweiterung der Firma Hans Sauermann in Freinhausen. Die Diskussion drehte sich vor allem um naturschutzrechtliche Bedenken.

Freinhausen (pee) Ein heikles Thema beschäftigte den Hohenwarter Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung: die geplante Erweiterung der Firma Hans Sauermann in Freinhausen. Die Diskussion drehte sich vor allem um naturschutzrechtliche Bedenken.



Bild: Schwierige Situation: Der Metallverarbeitungsbetrieb Hans Sauermann grenzt an die Grundstücke und Häuser von Privatleuten. Einige haben sich jetzt zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen.?
Für die 17. Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die Aufstellung des Bebauungsplanes Gewerbegebiet Hohenwarter Straße in Freinhausen zur Erweiterung des Betriebsgeländes der Firma Hans Sauermann wurden in der Sitzung die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und privater Beteiligter behandelt. Hauptdiskussionspunkt waren dabei die naturschutzrechtlichen Bedenken, die sich wie ein roter Faden durch die Stellungnahmen vom Planungsverband bis hin zur unteren Naturschutzbehörde zogen.

Das Gebiet, auf dem die Firma Sauermann ihren Metall verarbeitenden Betrieb erweitern will, befindet sich im landschaftlichen Vorbehaltsgebiet Paartal; dort kommt den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege besonderes Gewicht zu. Zudem handelt es sich um ein Überschwemmungs- und ein Landschaftsschutzgebiet. Der Planungsverband der Region Ingolstadt fordert deshalb eine belastbare Alternativprüfung.

Ursula Burkart vom Planungsbüro Wipflerplan aus Pfaffenhofen referierte in der Sitzung, dass es zur geplanten Erweiterung am vorliegenden Standort keine zumutbare Alternative gebe, die zu einer geringeren Betroffenheit führen würde. Aufgrund der Kreisstraße PAF 13, der Paar sowie des Kaltentalgrabens sei der Bau einer zusätzlichen Schweiß- und Montageanlage in anderen Richtungen nahezu unmöglich. Eine Aussiedlung des kompletten Fertigungsbetriebes sei aus wirtschaftlichen und terminlichen Gründen ebenfalls nicht realisierbar. Zur geplanten Erweiterung am vorliegenden Standort gebe es keine zumutbare Alternative, sagte Burkart.

Da der Erweiterungsbau nicht unterkellert werde, ist laut eines Gutachtens für Hydrogeologie ein Grundwasseraufstau infolge der Baumaßnahme ausgeschlossen. Ein Lärmschutzgutachten kam zu dem Ergebnis, dass in der Summe die geltenden Orientierungswerte an den relevanten Immissionsorten (angrenzende Wohnbebauung) nicht überschritten würden. Der Marktgemeinderat beschloss einstimmig, den nächsten Verfahrensschritt, die Auslegung der 17. Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die Auslegung des Bebauungsplanes Gewerbegebiet Hohenwarter Straße, in die Wege zu leiten.

Von Ernst Petz


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