Ein Tor, jede Menge grüne Wiese: Auf einem Teil der Bolzplatzfläche in Agelsberg könnte eine Kindertagesstätte entstehen.
Ein Tor, jede Menge grüne Wiese: Auf einem Teil der Bolzplatzfläche in Agelsberg könnte eine Kindertagesstätte entstehen. Um das Gelände bebauen zu können, ist eine Bauleitplanung nötig.
Vogl
Agelsberg

Das 4000 Quadratmeter große Areal sei nicht nur für die beantragten Lagermöglichkeiten und sanitären Einrichtungen geeignet, so der Rathauschef. Man könnte auf einem Teil der Fläche von etwa 2000 Quadratmeter auch eine neue Kindertagesstätte für die Ortsteile unterbringen. Franken schlug vor, dies in die Planung aufzunehmen. Bislang ist die Fläche im Flächennutzungsplan als Grünfläche/Sportplatz dargestellt. Für die Errichtung baulicher Anlagen ist eine Bauleitplanung erforderlich.

Grundsätzlich gab es zum Antrag der Dorfgemeinschaft viel Diskussionspotenzial. Waltraud Schembera (SPD) befürwortete, dass der Dorfgemeinschaft eine Möglichkeit zur Nutzung gegeben werde. Auch eine weitere Kinderbetreuungsstätte sei aufgrund des „immensen Zuzugs“ und der geplanten Ausweisung neuer Baugebiete zu begrüßen.

Rudi Repper (CSU) kritisierte, dass dem Antrag keine Skizze oder konkrete Angaben beigefügt waren. „Das ist mir zu wenig Fleisch in der Suppe. Was soll da gebaut werden, wie groß wird es?“ Allgemein hätte er „Bauchweh“, wenn der Bolzplatz ganz wegfalle. Dem Wunsch nach einer Skizze schlossen sich mehrere Räte an.

Zweiter Bürgermeister Adolf Kothmeier (JWU), selbst Agelsberger, sagte, der Ort sei ein wenig geteilt. „Einige gehen in die Vereine nach Winden, andere nach Langenbruck.“ Ziel sei, eine Lagermöglichkeit für Sachen vom Glühweinfest, Weinfest und Maibaumfest zu haben. Man rede vielleicht von einer fünf mal zehn Meter großen Lagerhalle, an die ein Zelt für Feste angefügt werde. Der Verein habe nicht viele finanzielle Möglichkeiten.

Der Idee von Dieter Lindenmeier (CSU), dass die Dorfgemeinschaft ein eventuell geplantes Bürgerhaus am Unteren Markt nutzen soll, widersprach Roland Bachhuber (FW): „Das ist ein Traumgedanke. Kein Verein aus Reichertshofen geht in die Ortsteile und umgekehrt ist es genauso.“ Georg Pfab (JWU) fragte, ob man die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen nicht ebenfalls mit überplanen könne. Weiter wies er darauf hin, dass die angedachte Fläche als Retentionsraum für das Baugebiet Agelsberg-Süd diene. Franken: „Die Frage kommt zu früh. Das muss erst im Rahmen einer Bauleitplanung abgeklärt werden.“ Letztlich einigten sich die Räte mehrheitlich (12:7 Stimmen) darauf, weitere Schritte zur Überplanung des Grundstücks einzuleiten. Außerdem sollen die Anordnung des geplanten Gebäudes und die Größe innerhalb des Grundstückes skizziert werden.