Mittwoch, 30.05.2012 |

 

11.01.2012 19:10 Uhr | 60x gelesen
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Da wird Ihnen geholfen!


Bild: Da wird Ihnen geholfen!. Neuburg Neuburg (DK) Eltern mit behinderten Kindern wissen oft nicht, wohin mit ihren Fragen. „Man erfährt von Behörden nichts freiwillig“, sagt Martin Glockshuber. Seine Tochter Julia leidet an Epilepsie, zusätzlich hat sie eine leichte geistige Behinderung.

Neuburg (DK) Eltern mit behinderten Kindern wissen oft nicht, wohin mit ihren Fragen. „Man erfährt von Behörden nichts freiwillig“, sagt Martin Glockshuber. Seine Tochter Julia leidet an Epilepsie, zusätzlich hat sie eine leichte geistige Behinderung.


Neuburg: Da wird Ihnen geholfen!
Kompetente Beratung für Behinderte und deren Angehörige bietet Ulrike Wenger (rechts) vom Ingolstädter Hollerhaus ab sofort auch im Bürgerhaus am Schwalbanger an - Foto: Straßer
Die 20-Jährige arbeitet in der Neuburger Werkstatt der Lebenshilfe. „Es ist schwierig herauszufinden, was Behinderten alles zusteht“, sagt ihr Vater.

In Ingolstadt gibt es seit über 40 Jahren den Verein Hollerhaus. Die Mitarbeiter kümmern sich um körper- und mehrfachbehinderte Menschen, geben Tipps und beraten Angehörige. Jetzt haben die Verantwortlichen beschlossen, auch in Neuburg eine Beratungsstelle zu eröffnen. Eine der beiden Sozialpädagoginnen Ulrike Wenger und Nellja Greb ist ab sofort jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr im Bürgerhaus am Schwalbanger anzutreffen. „Wenn ein Behinderter oder ein Angehöriger nicht weiß, wer für sein Pflegegeld zuständig ist, welche Rechte er hat oder wo er hingehen muss, um Ansprüche geltend zu machen, sind wir da“, erklärt Wenger. Da Nellja Greb fließend russisch und Wenger selbst türkisch spricht, können sie auch in diesen Sprachen helfen.

Außerdem wollen die Sozialpädagoginnen beim Bearbeiten von Anträgen unterstützen und Helfer vermitteln. „Wir wollen dahin kommen, dass Behinderte an allem normal teilhaben können“, sagt Wengert. „Im Vergleich zu früher ist eh schon vieles besser geworden.“ Aber perfekt ist eben längst nicht alles. Es ist immer noch schwierig für Menschen mit Behinderung, die richtigen Ansprechpartner zu finden. „Zu mir ist zum Beispiel ein Metzger gekommen, der hat Morbus Bechterew und als Folge davon schwere Bandscheibenvorfälle“, erzählt Wenger. „Solche Menschen brauchen Zuspruch. Ich habe mit ihm alle Formulare für den Behindertenausweis ausgedruckt und ihm gesagt, wo er sich wegen einer Umschulung hinwenden muss.“

Neben den wöchentlichen Sprechstunden organisieren die Sozialpädagogen auch Vorträge und Ausflüge. Am 24 Mai um 18 Uhr erklärt Irmgard Biber, Teamleiterin bei der AOK, im Bürgerhaus am Schwalbanger die „Leistungen der Pflegeversicherung für Menschen mit Behinderung“. Und auch der erste Ausflug ist schon organisiert. Am 21. April geht es nach Nürnberg zur Stadtführung. „Wer mitfahren will, muss einfach nur anrufen“, sagt Nellja Greb. Zu Erreichen ist Elrike Wenger unter (08 41) 49 31 34 00 und Nellja Greb unter (08 41) 49 31 34 01.

 


Von Severin Straßer

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