Profitgierige Atomkonzerne
Zu unserem Beitrag "Drei Millionen für Sonnenstrom", DK vom 21. Januar:
Diese riesigen Kostenvorteile müssten die Stromkonzerne an die Stadtwerke und letztendlich an die Kunden weitergeben, was sie aber nicht tun. Auch deshalb steigen ihre Gewinne stetig. Alleine 2009 haben die marktbeherrschenden Atom- und Kohlekonzerne E.ON, RWE und EnBW 23 Milliarden Euro Plus gemacht. Tendenz weiter steigend. Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, hat deshalb vor zwei Monaten die Preispolitik der Stromerzeuger scharf kritisiert und eine Preissenkung von drei Cent pro Kilowattstunde gefordert. Auch Umweltminister Norbert Röttgen erklärte vor wenigen Tagen in einer großen Boulevardzeitung: "Strompreiserhöhungen sind nicht durch die Förderung der erneuerbaren Energien zu rechtfertigen. Mehr noch: Ich halte sie generell für nicht gerechtfertigt. Denn die Unternehmen kaufen Strom billiger ein als früher, sie geben aber diesen Vorteil nicht an die Verbraucher weiter. Der Bürger sollte also kritisch sein und gegebenenfalls den Anbieter wechseln." Wer den profitgierigen Atomkonzernen ihr Geld entziehen möchte, kann dies völlig problemlos in zehn Minuten am Computer erledigen. Das Internetportal www.atomausstieg-selber-machen.de bietet dazu die Gelegenheit.
Norbert Mages
Neuburg
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