Große Baustelle im kleinen Ort: In Rosing (Gemeinde Königsmoos) errichtet der Landkreis derzeit eine neue Brücke über den Zeller Kanal. Weil das Bauwerk schräg über das Gewässer verläuft und obendrein eine Kreuzung beinhaltet, fällt die Baugrube mit einer Länge von rund 35 Metern recht umfangreich aus.
Große Baustelle im kleinen Ort: In Rosing (Gemeinde Königsmoos) errichtet der Landkreis derzeit eine neue Brücke über den Zeller Kanal. Weil das Bauwerk schräg über das Gewässer verläuft und obendrein eine Kreuzung beinhaltet, fällt die Baugrube mit einer Länge von rund 35 Metern recht umfangreich aus. Noch heuer soll dort alles fertig werden.
Janda
Neuburg

Mit Kosten von rund 850 000 Euro, davon rund 500 000 Euro Zuschuss, ist die Maßnahme in Königsmoos keineswegs die teuerste Baustelle des Landkreises in diesem Jahr. Dafür stellt sie definitiv eine der ungewöhnlichsten dar. „Eine Herausforderung“, wie Markus Laumer als Tiefbauamtsleiter am Landratsamt weiß. Denn neben der lang gezogenen Querung über den Kanal, die durch den ungewöhnlichen Winkel ein rund 550 Kubikmeter großes Loch nötig macht, kommt dort eine Kreuzung auf der Brücke dazu. Links und rechts neben der Kreisstraße ND 13, die auf der Zeller Straße in Rosing verläuft, befinden sich Grundstückszufahrten und Wege zu anderen Flächen. Deren Erschließung muss auch während der Bauphase sichergestellt sein, weshalb neben der Grube nun zum Teil Schotterpisten verlaufen.

Auf der Baustelle selbst läuft unterdessen alles nach Plan. Der Kanal, der derzeit umgeleitet wird, bekommt unter der Brücke ein neues Bett, abgesichert von Spundwänden und Betonteilen. Erste dienen als Gründung für die Brücke und sind stellenweise bereits zu sehen. Das Bauwerk selbst soll Laumer zufolge in den nächsten Wochen folgen. „Hier werden wir definitiv heuer noch fertig“, verkündet der Fachmann, der allerdings weiß, dass der Landkreis sein Engagement an den Brücken im Donaumoos intensivieren muss. Viele der Querungen würden noch aus der Zeit vor oder kurz nach dem Zweiten Weltkrieg stammen. „Die haben mittlerweile alle ein Alter, in dem man sanieren oder neu bauen muss.“

Die Ausgaben des Landkreises für seine Kreisstraßen dürften damit in den nächsten Jahren nicht gerade sinken. Schon jetzt investiert Neuburg-Schrobenhausen regelmäßig Millionen in die rund 180 Kilometer Strecken zwischen Gachenbach und Rennertshofen. „Das haben wir konsequent durchgezogen und das wird auch so bleiben“, ist sich Vize-Landrat Alois Rauscher (CSU) sicher.

Janda, Stefan, Ingolstadt
Neuburg

Fertigstellung in rund einem Jahr

Oberhausen (sja) Diese Schotterpiste verschwindet erst im kommenden Jahr komplett. Aus dieser Zeitspanne für den Ausbau der Ortsdurchfahrt in Unterhausen machen die Verantwortlichen des Landkreises kein Geheimnis. „Der Abschluss des zweiten Bauabschnitts erfolgt bis Herbst 2018“, erklärt Markus Laumer, Sachgebietsleiter für Hoch- und Tiefbau am Landratsamt.

Kein Wunder: Die Ausmaße der Baustelle sind alles andere als gering. Insgesamt 1,3 Kilometer Straßenlänge umfasst die Maßnahme. Auf dem Großteil dieser Strecke, etwa 900 Meter Länge, erfolgt der Vollausbau, der derzeit auf Hochtouren läuft. Im restlichen Bereich, zwischen Unterhausen und dem Kernort Oberhausen, ist eine Erneuerung der Deckschicht geplant. Keine leichte Aufgabe für die Planer, denn der Anliegerverkehr muss gewährleistet sein, wie Laumer betont. „Die Straße muss daher befahrbar bleiben.“ Momentan endet die Schotterpiste etwa auf Höhe der Unterhausener Kirche und des Innovationszentrums. „Wir wollen heuer aber noch ein weiteres Stück schaffen“, gibt der Fachmann als Ziel vor. Je nach Witterung wird das wohl auch funktionieren. Probleme bereitet derzeit auch der aufwendige Ausbau samt Entsorgung des teerhaltigen Materials, das sich in der bisherigen Fahrbahn befindet. Diese Schwierigkeit hatten die Fachleute des Landratsamts bereits vor Monaten vorhergesehen und entsprechend einkalkuliert.

Im Detail entstehen in der Latourstraße und in der Lindenstraße, wie die Kreisstraße ND 31 dort heißt, neben einer neuen Fahrbahn auch ein Gehweg sowie ein kombinierter Geh- und Radweg. Rund 2,3 Millionen Euro kostet das insgesamt, davon kommen etwa 1,5 Millionen Euro von der Gemeinde sowie aus den staatlichen Zuschusstöpfen.

Laumer betont dabei, dass die Bürger für den Ausbau der Straße „keinen einzigen Cent“ bezahlen müssen. Wie berichtet, hatte es in der Vergangenheit in Unterhausen Unmut über das Projekt gegeben. Hintergrund war die finanzielle Beteiligung der Anlieger an der Maßnahme. Diese ist aber einzig für den Gehweg nötig, wie Laumer erklärt. „Auch der kombinierte Geh- und Radweg kostet die Bevölkerung nichts.“

Gleichzeitig begrüßt er das Engagement der Gemeinde Oberhausen, deren Entscheidungsträger beschlossen hatten, gemeinsam mit dem Landkreis tätig zu werden. „Das ist wirtschaftlich und nachhaltig“, freut sich der Fachmann des Landratsamts, der sich dennoch einer Prüfung durch die Oberste Baubehörde in München ausgesetzt sah. Diese hatte ein besorgter Bürger auf den Plan gerufen. Doch letztlich entschieden auch die Bauaufseher aus der Landehauptstadt, dass die Maßnahme in Unterhausen notwendig ist, so dass die Arbeiten planmäßig anlaufen konnten.