Problemstelle: Der B 16-Zubringer bei Oberhausen könnte sich im Fall eines Kieselerdeabbaus zur Engstelle entwickeln.
Problemstelle: Der B 16-Zubringer bei Oberhausen könnte sich im Fall eines Kieselerdeabbaus zur Engstelle entwickeln. Daher fordert der Gemeinderat klare Regeln.
Schmitt
Oberhausen

Wie berichtet, will die Neuburger Firma Hoffmann Mineral im Gemeindegebiet den wertvollen Rohstoff abbauen. Unterschieden werden zwei Abbaugebiete, das Höfelholz und der Höfelhof. Im ersten Fall lehnt die Gemeinde Oberhausen den Zulassungsantrag ab, da die Einhaltung von Vorschriften darin nicht ausreichend konkretisiert ist, und damit die Einhaltung der rechtlichen Vorlagen nicht belegt ist. Die Forderung der Gemeinde an die Regierung von Oberbayern, genauer gesagt an das dort angesiedelte Bergamt Südbayern, ist in einem umfangreichen Punktekatalog vorgelegt worden.

Darin geht es vor allem um die Einhaltung von Technischen Anweisungen den Umweltschutz betreffend. Aber auch ein genauer Flächenplan wird eingefordert, um eine Flächenermittlung von gemeindlichen Flächen erkennbar zu machen. Hauptaugenmerk galt aber dem Abbauverkehr. Wörtlich lautet die Forderung: "Der Abbauverkehr zwischen den Gruben hat außerhalb des Waldes, östlich davon zu erfolgen. Die Abfuhr der Kieselerde nach Neuburg hat über die ND 31 und die B 16 (östliche Zufahrt) zu erfolgen. Die Abfuhr darf nicht über den Gemeindeteil Oberhausen direkt erfolgen. Durch die Ablauforganisation ist sicherzustellen, dass nur ein Fahrzeug/Lkw auf die Abbiegespur fährt und dort auf die B 16 einfährt."

Der Zubringer auf die viel befahrene Bundesstraße kann dabei zu einem Knackpunkt werden. Schon jetzt stauen sich Fahrzeuge, die links abbiegen wollen, bei hohem Verkehrsaufkommen teilweise weit zurück. Zusätzlich müssen in Zukunft schwere Lastwagen ebenfalls die Bundesstraße überqueren, um in Richtung Neuburg fahren zu können.

Für einen geplanten Abbau am Höfelhof liegt zwar noch kein Antrag vor, im Vorgriff wurde aber bereits über einen ebenso detaillierten Punktekatalog abgestimmt. Die darin enthaltenen Forderungen der Gemeinde sind den vorher genannten gleich.

Zu Punkt drei der Beratung, den Beschluss über die Stellungnahme der Gemeinde Oberhausen zur Änderung der Planfeststellung für das Rückhaltebecken am Baierner Flecken durch den Donaumoos-Zweckverband, hat Bürgermeister Friedolin Gößl (CSU) erst einen Ortstermin. Dabei soll geklärt werden, ob eine Verkleinerung der Wasserablaufdrossel zu einer ungewollten Vernässung führen kann. Zuvor hatte das Gremium über die Empfehlungen aus der Bauausschusssitzung beraten und beschlossen. Im Einzelnen ging es um Bäume und Sträucher an der Friedhofsmauer in Sinning, dort soll ein Pflegeschnitt ausgeführt werden. Auch die Beschlüsse, die Beleuchtung der Bushaltestelle Sinning, und die Regenwasserableitung im Beutmühlgraben betreffend, fielen einstimmig aus.