Vier Donaunixen für die Nationalmannschaft: Die Neuburger Synchronschwimmerinnen (von links) Mona Weidner, Jennifer Uhl, Ksenija Heckenleible und Nathalie Mehl beim Comen-Cup.
Vier Donaunixen für die Nationalmannschaft: Die Neuburger Synchronschwimmerinnen (von links) Mona Weidner, Jennifer Uhl, Ksenija Heckenleible und Nathalie Mehl beim Comen-Cup.
S. Schlamp-Bauer/TSV
Neuburg
So war nicht nur die Neuburgerin Sonja Schlamp-Bauer als Trainerin für den Deutschen Nachwuchs beim sogenannten Comen-Cup verantwortlich, Melanie Eubel warf als Wettkampfrichterin auch noch kritische Blicke auf die jungen Talente aus aller Welt.

 

Exakt 30 Nationen nahmen in diesem Jahr am Comen-Cup teil – so viele wie noch nie. Nicht zuletzt die steigende Zahl an Nationalteams, die sich bei den Mittelmeerspielen messen, unterstreicht den Wert dieser prestigeträchtigen Veranstaltung. Umso höher ist es einzuordnen, dass der TSV Neuburg in diesem Jahr ein Drittel der Deutschen Nationalmannschaft stellte. Mona Weidner, Jennifer Uhl, Nathalie Mehl und Ksenija Heckenleible waren Teil der Deutschen Delegation, die es im Ländervergleich schließlich auf den 14. Rang geschafft hat. Ein gutes Ergebnis, zählt Deutschland im Synchronschwimmen doch eher zu den kleinen Nationen. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt Jennifer Uhl, die bereits zum zweiten Mal an einem Comen-Wettbewerb teilgenommen hat. Ihre Mannschaftskameradinnen Ksenija Heckenleible und Mona Weidner bestätigen, dass es eine sehr interessante Erfahrung in Portugal gewesen sei. „Man hat viele Nationen gesehen, die Stimmung war sehr gut und es hat beim Wettkampf und auch drumherum viel Spaß gemacht“, sagt Heckenleible. Mit dem 14. Platz könnten sie leben, „aber es wäre auch noch mehr gegangen“, sagt das Trio unisono. Für die drei 15-jährigen Talente des TSV Neuburg war es der letzte Comen-Cup, im nächsten Jahr dürfen sie aus Altersgründen nicht mehr teilnehmen. Die Jüngste im Bunde, Nathalie Mehl, kann sich mit ihren 14 Jahren in der kommenden Saison noch einmal qualifizieren.

Wer weiß, sollte das klappen, dann darf sie vielleicht auch wieder die Trainerin von zu Hause mitbringen. Für die Geschicke der Deutschen Abordnung war in diesem Jahr nämlich TSV-Trainerin Sonja Schlamp-Bauer verantwortlich. Eine weitere ehemalige aktive Donaunixe, die in Portugal schwer geschuftet hat, ist Melanie Eubel, die als Wettkampfrichterin eingesetzt war. Sie durfte dies bereits zum zweiten Mal erleben. „Es war heuer anstrengender“, berichtet die 30-jährige junge Mutter. Sie hätte im Vergleich zum ersten Mal zwischen 60 und 70 Starterinnen – insgesamt hüpften 279 Nachwuchstalente in Mealhada ins Becken – zu begutachten gehabt. Die Konsequenz: Eine Schicht dauerte sechs lange Stunden. „Aber es gab ja zweimal zehn Minuten Pause“, scherzt Eubel. Die Konzentration über einen so langen Zeitraum aufrecht zu erhalten, sei nicht einfach gewesen. „Besonders bei den vorderen Platzierungen. Zwischen den Rängen drei und sechs sind die Unterschiede nur noch marginal.“ Ihren 15 Monate alten Sohn Philipp hat sie während des Portugal-Aufenthalts nicht mitgenommen, er durfte zu Hause bei Papa Thomas Eubel, Fußballer beim BSV Neuburg, bleiben. „Das geht ganz gut, wir sind eine sportbegeisterte Familie“, erzählt Melanie Eubel und lacht.

Für die jungen Nixen Jennifer Uhl, Ksenija Heckenleible und Mona Weidner sind nun ein paar Tage Verschnaufpause angesagt. Ganz mit dem Training hören sie über den Sommer aber nicht auf. „Wir machen ein bisschen weniger“, berichtet Uhl. „Aber wir müssen eine neue Kür einstudieren“, ergänzt Eubel, die im Verein auch Trainerin ist. All zu viel Zeit haben die Neuburger Nachwuchstalente nicht, schließlich wollen sie am 11. und 12. November bei der offenen Deutschen Meisterschaft in Flensburg erfolgreich sein.