Das Neuburger Schöffengericht hat einen Mann zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.
Schanz
Neuburg
Der Sohn der Rentnerin berichtete, seine Mutter sei durch den Vorfall psychisch stark angeschlagen. Ihr wurde eine Aussage vor Gericht erspart, weil der Angeklagte ein Geständnis ablegte. Bei der Polizei hatte er die Tat noch geleugnet, mit der kuriosen Ausrede, sein Penis sei dafür zu klein. Die Beamten berichteten, wie der 29-Jährige zum Beweis in der Dienststelle plötzlich seine Hose heruntergelassen hatte: Er sei in Deutschland, weil er auf eine Operation seines Geschlechtsteils hoffe. Auch hatte er behauptet, es sei zum Tatzeitpunkt Ramadan gewesen - sexuelle Handlungen seien ihm in dieser Zeit verboten.

 

In seiner ersten Verhandlung als Direktor des Neuburger Amtsgerichtes sprach Richter Veh von einer starken Erniedrigung, die der Angeklagte der Frau aufgezwungen hat. Veh sprach die Strafe ohne Bewährung aus. Staatsanwalt Staudt hatte zwei Jahre und fünf Monate gefordert, Verteidiger Stefan Röder für eine Bewährungsstrafe plädiert. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.