KJR-Programm: Kinder zu Besuch bei der FW Neuburg
Wittmann, Florian, Beilngries-wolfsbuch
Neuburg
Zwei Stunden lang dürfen sie die örtliche Feuerwehr kennenlernen. Dieses Angebot im Ferienprogramm des Kreisjugendrings Neuburg-Schrobenhausen scheint tatsächlich ein echter Renner zu sein: Um die dreißig Kinder, manche von ihnen in Begleitung Erwachsener, sind gekommen und warten, dass der Rundgang mit Kommandant Markus Rieß und seinen Kollegen endlich beginnen kann.

 

Dann schlägt es 10 Uhr, und genau als Rieß seine jungen Besucher begrüßen will, klingelt sein Diensttelefon. „Brennt es irgendwo?“, will Lara sofort wissen. Doch da ist der Kommandant schon verschwunden. Kurz macht sich bei den Kindern ein wenig Unsicherheit breit Nicht dass jetzt alle Feuwehrler zu einem Einsatz müssen? Was wird aus dem Rundgang?

Nach zirka zwei Minuten, die sich für Kinder allerdings wie eine halbe Ewigkeit anfühlen, kommt Markus Rieß zurück. Mit einem Lächeln im Gesicht, das sich sofort auf die Kinder überträgt. „Alles in Ordnung, es kann losgehen“, sagt der Kommandant. Die erste Aufgabe war allerdings gar nicht eingeplant. „Es sind so viele von euch Kindern heute gekommen. Das freut uns natürlich sehr, bedeutet aber auch, dass wir drei Gruppen bilden müssen“, so Rieß.

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Neuburg

Bevor die drei Gruppen zu ihren Touren ausschwärmen, dürfen die Kinder erzählen, was sie schon über die Feuerwehr wissen. Und das ist eine Menge. Zum Beispiel „dass der Job ziemlich gefährlich sein kann“, wie der kleine Tim erzählt. Auch zum Thema Ausrüstung kennen sich die kleinen Löschzwerge bestens aus. „Helm, Stiefel und Handschuhe sind das Wichtigste“, findet Sarah. „Jetzt hast du aber Schutzhose, Atemschutz und noch ein paar andere Sachen vergessen“, ergänzt Julia. Dann geht es los im „Haus der 1000 Teile“, wie die Neuburger Wehr ihre Heimat gerne nennt. Michael Ortler, Florian Hausfelder und Fabian Sammet führen ihre Gäste herum. Bei den großen Schulungsräumen, der Einsatzzentrale, vielen Maschinen und Schläuchen bekommen einige der Jungen und Mädchen ziemlich große Augen.

Die Frage eines Buben, wer denn die ganzen Schläuche wieder sauber mache, trifft die Feuerwehrler alles andere als unvorbereitet. Denn im Keller wartet bereits der Kommandant, um den Kindern eine Maschine vorzuführen, die die Schläuche automatisch entleeren und aufrollen kann. „Es schadet nicht, wenn manchmal eine Maschine die Arbeit macht. Zu tun gibt es bei uns eh immer genug“, erklären Markus Rieß und seine Assistenten.

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Neuburg

Bei der Feuerwehr Neuburg zu sein, bedeutet aber nicht immer nur Stress, das begreifen die Kinder am Donnerstag schnell. Im Stüberl des Feuerwehrhauses treffen sich die Männer und Frauen und spielen karten. Oder schwelgen in Erinnerungen. Das fällt dort nicht besonders schwer, denn an der Wand hängen Bilder von historischen Einsätzen oder feuchtfröhlichen Feiern. Aber auch im Keller des Hauses können sich die Neuburger Floriansjünger eine gute Zeit machen, etwa beim Kegeln oder einer Runde Darts. Sie hoffen, dass das noch lange so bleiben kann. Doch, der Nachwuchs fehlt, weshalb Fabian Grädler ordentlich die Werbetrommel für die Jugendfeuerwehr rührt. Auf dem Hof geht es für die Feuerwehrmänner und -frauen von morgen hoch hinaus. Bei einer Fahrt mit der Drehleiter geht es gen Neuburger Mittagshimmel. Als die Kinder wieder Boden unter den Füßen haben, können sie ihre Zielgenauigkeit unter Beweis stellen. Es gilt, einen Tennisball von einem Hütchen zu spritzen.

Gegen Mittag werden die ausgepowerten Kinder schließlich wieder von ihren Eltern abgeholt. Der lehrreiche und spannende Tag bei der Feuerwehr Neuburg bietet nun auf alle Fälle eine Menge Gesprächsstoff.