"Sterben auf Raten" bei Jeyes
Neuburg (szs) Wieder eine Hiobsbotschaft für die Neuburger Mitarbeiter der Reinigungsmittelfirma Jeyes. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung soll nach Großbritannien verlagert werden. Das bestätigte gestern Peter Beneke, zuständiger Gewerkschafter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Augsburg auf Nachfrage unserer Zeitung.
Im Zuge der Insolvenz im Sommer vergangenen Jahres wurden mehrere Sparten ausgelagert und als eigene Unternehmen weitergeführt. „Das ist ein Sterben auf Raten“, kritisierte Beneke. „Salamitaktik“, nannte es Torsten Falke, Bezirksleiter der IG BCE. Gehen also bald auch im restlichen Neuburger Werk die Lichter aus? „Klar, die wenigen bleiben auch nicht mehr lange“, sagt Beneke, davon sei er überzeugt. Den betroffenen Mitarbeitern wurde demnach angeboten, ins Mutterwerk in England zu wechseln. In den nächsten Wochen werden Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Unternehmensführung stattfinden. Beide Seiten haben Anwaltskanzleien eingeschaltet. 2007 waren noch über 200 Mitarbeiter am Burgwaldberg beschäftigt.
Von Sebastian Schanz
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