Das bestätigt der Kreisvorsitzende Alfred Lengler gegenüber unserer Zeitung. Dafür können die Delegierten am 9. März in der Stimmkreiskonferenz mit mittlerweile fünf Bewerbern für den Landtag und zwei für den Bezirkstag rein personell aus dem Vollen schöpfen.

 

Der Neuling auf dem Kandidatenkarussell der Landtagsbewerber trägt einen bekannten Namen: Es ist der Rennertshofener Franz Freiherr von Redwitz, Sohn des langjährigen Landtagsabgeordneten Eugen Freiherr von Redwitz. Der 47-Jährige, der für einen Fahrzeughersteller im arabischen Ausland tätig ist, ist damit offiziell der fünfte Bewerber im Rennen um die Direktkandidatur bei der CSU. Vor ihm warfen bereits der Neuburger CSU-Vorsitzende, langjährige JU-Kreischef und Kreisrat Matthias Enghuber, Brunnens Bürgermeister Thomas Wagner, der ebenfalls Mitglied im Kreistag ist, Kreisrat Roland Gaßner aus Aresing sowie Astrid Dengler, die in ihrem Heimatort Ehekirchen dem CSU-Ortsvorstand angehört, ihren Hut in den Ring.

Angesichts dieser Personalauswahl fiel es den Mitgliedern des erweiterten Parteivorstands schwer, eine Empfehlung zu geben. "Und die wird es wohl bis zur Stimmkreiskonferenz auch nicht geben", kündigte Alfred Lengler an. Zumindest glaubt er eigenen Worten zufolge nicht daran. Daher werden die Delegierten aus den CSU-Ortsverbänden im Neuburg-Schrobenhausener Land sowie aus den drei Gemeinden Hohenwart, Gerolsbach und Scheyern im Landkreis Pfaffenhofen am 9. März die volle Auswahl haben - ein Luxusproblem also.

Lengler betont, dass die Vorstellungsrunde am Mittwochabend sehr sachlich und vor allem harmonisch verlaufen sei. Das bestätigen weitere Teilnehmer des Treffens. "So soll es weitergehen", erklärt ein Mitglied des Gremiums. Lediglich einzelne Fragen hatten die Mitglieder des Vorstandsgremiums bei dem Termin an die fünf Bewerber. "Wir sind eine CSU-Familie", freut sich der Kreisvorsitzende, der von fünf Top-Kandidaten für den Landtag spricht. Er hofft nun auf einen parteiinternen Wahlkampf voller Respekt. Gleichzeitig ist nicht ausgeschlossen, dass in den nächsten Wochen womöglich noch weitere Bewerber dazukommen oder dass einer der Kandidaten abspringt.

Das gilt auch für die Kandidatur für den oberbayerischen Bezirkstag. Dabei zeichnet sich momentan ab, dass der Bewerber der Christsozialen aus der Gemeinde Ehekirchen kommt. Neben Martina Baur, Mitglied im Orts- und im Kreisvorstand, geht nun auch Sofia Käfer ins Rennen. Die Vorsitzende der Frauen-Union im Landkreis hatte zuletzt noch überlegt, ob sie ein Mandat in dem Gremium anstrebt, nun scheinen die Würfel gefallen zu sein. Beide Frauen wollen damit Robert Knöferl beerben - für den Fall, dass der Bezirksrat aus Gachenbach seine Ankündigung wirklich wahr macht, aus persönlichen Gründen nicht mehr an- und auf politischer Ebene künftig etwas kürzerzutreten.

Damit beginnt - sowohl auf Landtags- als auch auf Bezirkstagsebene - parteiintern der Wahlkampf. Dass dieser bis zu einer Entscheidung am 9. März relativ lang ausfällt, ist dem Kreisvorsitzenden Lengler bewusst. "Es gibt jedoch noch einige Termine dazwischen, die einfach etwas Zeit bedürfen", erklärt er. Dazu zählt auch eine Vorentscheidung im Nachbarlandkreis Pfaffenhofen. Mit den dortigen Christsozialen würde sich Lengler nämlich gerne bei der Aufstellung eines Listenkandidaten zusammentun. "Das dauert eben einfach noch ein bisschen", betont er.