"Herr Thumann hat gegenüber dem Kreisjugendring ein schwerwiegendes haushaltsrechtliches Fehlverhalten eingeräumt und aufrichtig die damit dem Kreisjugendring, den beim Kreisjugendring Beschäftigten und den Organen des Kreisjugendrings entstandenen Unannehmlichkeiten bedauert", schreibt der KJR in der Stellungnahme. Thumann habe sich zur Zahlung eines fünfstelligen Betrages an den Kreisjugendring verpflichtet. "Unabhängig davon würdigt der Kreisjugendring Neuburg-Schrobenhausen die langjährigen Verdienste von Herrn Thumann um die Jugendarbeit im Landkreis Neuburg- Schrobenhausen, sowohl was seine Arbeit als Kreisjugendpfleger als auch seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Kreisjugendrings betrifft", betonen die Verantwortlichen beim Kreisjugendring. "Das gegen Herrn Thumann ausgesprochene Hausverbot für sämtliche Einrichtungen des KJR wurde aufgehoben." Abschließend heißt es: "Der Kreisjugendring begrüßt, dass in dieser doch insgesamt sehr belastende Thematik einer einvernehmlichen Lösung gefunden werden konnte und der Kreisjugendring sich nun weiter uneingeschränkt mit voller Tatkraft seinen Kernaufgaben widmen kann."

Während der Streit mit dem Kreisjugendring also beigelegt ist, beharren die Pfadfinder auf ihren Schadensersatzansprüchen und ziehen gegen Thumann und eine seiner ehemaligen Mitarbeiterinnen vor das Zivilgericht. Die Verhandlung wird in den kommenden Wochen stattfinden. Laut den Neuburger Pfadfindern geht es um eine Streitsumme von über 40 000 Euro. Eine Einigung kam bisher nicht zustande.