Neuburg: "Jedermann" kehrt auf den Karlsplatz zurück
Der Tod greift nach Jedermann - Szene mit Georg Thaller (links) und Herwig Wanzl aus dem Freilichttheater 2006. - Foto: r
Neuburg

Oberbürgermeister Bernhard Gmehling reagierte im Kulturausschuss sehr erfreut: "Der Jedermann ist ein Markenzeichen und ein Top-Ereignis für die ganze Stadt."

Angesichts dieser Lobeshymne war es dann nur noch Formsache für den Ausschuss, dem Volkstheater 12 500 Euro Zuschuss und 17 000 Euro Ausfallbürgschaft für maximal drei Vorstellungen zu gewähren. Diese Absicherung soll das Schlechtwetterrisiko des Freilichttheaters mildern.

Das Volkstheater nimmt Rücksicht auf ein Konzert des Fanfarenzuges am Samstag, 23. Juni, und verlegt die Premiere auf den Donnerstag. Auch während des BRK-Sommerfestes im Schlosshof wird nicht gespielt. Acht Vorstellungen sind geplant, die Gesamtkosten gibt der Verein mit 140 000 Euro an. Die verjüngte Vorstandschaft mit der neuen Vereinschefin Daniela Zimmermann und ihren drei Stellvertretern stellte sich im Kulturausschuss vor.

Der Neuburger Fanfarenzug hat für sein Sonderkonzert zum 40-jährigen Jubiläum mit dem 23. Juni einen freien Samstagabend gefunden. Das Volkstheater verzichtet an diesem Tag auf den Jedermann, doch nun hat die WM-Auslosung ein Spiel der deutschen Mannschaft gegen Schweden beschert. "Der Fußball wird uns Publikum kosten", ahnt Vereinsvorsitzender Michael Bachhofer, doch man habe einfach keinen Ausweichtermin gefunden. Die Stadt jedenfalls unterstützt den Fanfarenzug Ottheinrich mit 5000 Euro Ausfallbürgschaft.

Ebenfalls gegen Regenausfall stellt der Kulturausschuss dem Gitarrenfestival 2018 von Norbert Heine 3500 Euro Ausfallbürgschaft in Aussicht. Ein kleiner Zuschuss von 400 Euro für die Konzertreihe "100 Jahre Freistaat Bayern - 100 Jahre Musical" sorgte dann für Diskussionen. Initiator Andreas Rüsing will unter dem Motto "Klingendes Denkmal" 31 Konzerte im Naturpark Altmühltal organisieren. Unter der Schirmherrschaft von MdB Reinhard Brandl soll ein Konzert am 11. November im Kongregationssaal stattfinden. Auch wenn es sich um einen kleinen Betrag handle, so Stadtrat Bernhard Pfahler (FW), "wir müssen jetzt auch einmal Nein sagen können." Das taten vier Stadträte, 400 Euro Zuschuss und die mietfreie Überlassung des Saales sind also genehmigt.

Die Stadt will 2019 eine neue mobile Bühne anschaffen. Dafür sind 25 000 Euro einzuplanen. Die Bühnenelemente können sich Vereine und Musikgruppen ausleihen. Die bestehende Anlage ruht in einem Schuppen im Stadtbauhof und hat nach 30 Jahren ausgedient.