Neuburg: Heiße Nacht mit Samba-Rhythmen
Foto: Ralf Schmitt
Neuburg

Schon am Eingang in den Saal mussten Kurzentschlossene, die doch noch auf eine Karte gehofft hatten, enttäuscht lesen: "Ausverkauft". Die Bestuhlung im Inneren reichte bei Weitem nicht aus - und so mussten etliche Freunde der Trommelmusik das Konzert im Stehen genießen.

Die Formation Kuna Sambesi aus Neuburg spielte traditionelle Rhythmen aus Westafrika. Der Name des afrikanischen Flusses Sambesi steht dabei für den Lauf der Rhythmen und die Spielfreude der Musiker. Geboten wurde mitreißende Trommelmusik. Die Gruppe Tam-kobá mit 25 Trommlern aus Aichach, sorgte mit heißen Rhythmen aus Brasilien und ihrer feurigen Performance für ausgelassene Stimmung. Dem Groove von Samba-Reggae und Samba-Funk konnte sich niemand entziehen.

Die Augsburger Künstler von Shinwa Taiko zeigten traditionelle und moderne Trommelkunst aus Japan. Im Mittelpunkt steht bei ihrem Programm die Kraft der Trommeln in Harmonie zur Bewegung. Die Gruppe wurde durch Mitglieder der Taiko-Gruppe Inazuma aus Neuburg verstärkt.

Letztlich würzten die fünf Akteure von Kinyagogo die rhythmische Vielfalt der Kontinente. Mit Schlagzeug und Gesang entstand dabei ein faszinierendes Gesamtwerk. Traditionelles verschmolz hier mit eigenen Kompositionen bis hin zum Funk.

Einige Musiker spielten in verschiedenen Formationen, und durch Auf- und Abbau war immer ein buntes und geschäftiges Treiben auf der Bühne. Allen Künstlern waren die Freude und der Spaß an ihrem Tun anzumerken, und es dauerte nicht lange, bis der rhythmische Funke auch auf das Publikum übergesprungen war.