"Ein Alarm in der Berliner Straße wurde mutwillig ausgelöst. So was brauchen wir überhaupt nicht", berichtet Kommandant Markus Rieß (Foto) vom Freitag. Ein Alarm am selben Tag wurde durch eine erkrankte Person ausgelöst, drei weitere am Samstag und Sonntag im Sehensander Weg sowie in der Schule am Schwalbanger laufen unter der Rubrik technischer Fehlalarm. "Sehr ärgerlich - brauchen wir auch nicht."

Immerhin zwei Alarme waren berechtigt: Im Küchenbereich des Neuburger Krankenhauses kam es am Dienstag wegen eines technischen Defektes zu einem Fettbrand. "Durch das umsichtige Handeln des verantwortlichen Küchenmeisters, konnte der Brand schnell gelöscht werden", so der Kommandant. Allerdings war die Rauch- und Geruchsentwicklung sehr heftig. Das defekte Gerät wurde außer Betrieb genommen und die Räume der Großküche einige Zeit belüftet. "Nach rund 45 Minuten konnten die Mitarbeiter ihre Arbeit in der Küche wieder aufnehmen. Die Versorgung im Krankenhaus war somit gesichert", berichtet Rieß.

Ein anderer Alarm am Dienstag wurde durch Wasserdampf aufgelöst. "An einem Stapler war der Kühlerschlauch geplatzt, die Flüssigkeit lief über den heißen Motor und es gab viel Dampf", so die Feuerwehr.

Bei den Alarmierungen rückte jedesmal der Löschzug aus, also drei Fahrzeuge plus Kommandantenauto, zusammen zwischen 15 und 18 Einsatzkräfte - eine enorme Belastung für die Wehr und die Arbeitgeber. "Die Leute kommen direkt aus der Arbeit", sagt Rieß. Doch eine Lösung für das Problem hat er auch nicht. Denn die Brandmeldeanlagen seien wichtig. "Sie sind oft sehr hilfreich", sagt der Kommandant. Die Wartung sei wichtig. Denn wenn Brandmelder verdrecken, kann der Staub ebenfalls Alarme auslösen. Solche Fälle müsse man in Kauf nehmen. "Im Neuburger Schloss sind über 2500 Brandmeldeanlagen verbaut, insgesamt haben sich die Anlagen bewährt", so der Kommandant. ‹Œ Foto: sja