Janda, Stefan, Ingolstadt
Neuburg
Wie Heike Gomez von der Stadt berichtet, haben Eltern seit dem Start am 26. Januar bereits mehr als 450 Kinder eingeschrieben - Doppel- und Dreifachmeldungen werden nun verhindert und durch eine Prioritätenliste abgelöst. Technisch habe die Initialisierung gut funktioniert.

"Die bisherigen Rückmeldungen waren sehr positiv", sagt Matthias Enghuber, der Kindergartenreferent des Neuburger Stadtrates. Die Handhabung ist einfach und selbsterklärend. "Wer bei Amazon einkaufen kann, beherrscht auch das System", sagt Enghuber. Wer in der Zeit vor dem Digitalangebot bereits Kinder in Krippen oder Kindergärten angemeldet hatte, dessen Reservierungen werden nicht gelöscht, sondern von den Trägern ins neue digitale System eingepflegt, erklärt Gomez. "Oder aber die Eltern haben sich nochmals selbst angemeldet."

Dadurch kommt nun endlich Ordnung ins Chaos. "Das Problem war ja bisher, dass sich Eltern bei vier bis fünf Einrichtungen angemeldet haben, und ihre anderen Reservierungen nicht storniert haben, wenn sie eine Zusage hatten", berichtet Enghuber. Bald gibt es dann einen digitalen Überblick. Eltern können ihre Kinder auf Prioritätenlisten für mehrere Einrichtungen vormerken. "Im System ist klar zu sehen, wie viele Kinder wirklich einen Platz brauchen", skizziert Enghuber den großen Vorteil.

"Die Einschreibung für die städtischen Kindergärten endet am 23. Februar. Alle Anmeldungen, die danach eingehen, werden als verspätet gewertet", erklärt Gomez. Dann erfolgt die Platzvergabe und es wird ersichtlich, ob weiterhin ein Mangel an Plätzen besteht. Rund 50 Krippenkinder hatten Ende vergangenen Jahres noch keinen Platz.

Der Stadtrat plant, die Herausforderung der Kinderbetreuungsplätze durch den Bau eines Kinderhauses zu entschärfen, das flexibel Kindergarten- aber auch Krippen-Gruppen anbieten kann. Die neue Einrichtung soll laut Enghuber im übernächsten Kindergartenjahr zur Verfügung stehen.