Rein, Winfried
Neuburg

Immerhin durfte der Oberbürgermeister den Anstoß ausführen, am liebsten hätte er wohl mitgespielt. Dass die Gastgeber letztlich gegen den Regionalligisten 0:4 verloren haben, sei nicht tragisch, „die VfR-Mannschaft hat sich hervorragend präsentiert.“

Fotostrecke: Totopokal: TSV 1860 München siegt 4:0 gegen VfR Neuburg

Die Sicherheitsvorkehrungen hatten Bernhard Gmehling und der Verein als „ziemlich drastisch“ eingeschätzt. Aber die Polizei stufte halt den Neuburger Löwen-Auftritt als „Hochrisiko-Spiel“ ein und zeigte starke Präsenz. Der Einsatzzug Ingolstadt verstärkte die örtliche Polizei. Letztlich sei alles „unauffällig“ geblieben, so Polizeihauptkommissar Hubert Scharpf, keine einzige Straftat oder Ordnungswidrigkeit sei von der Inspektion aufgenommen worden. Beamte des Einsatzzuges schlichteten weit nach dem Spiel eine Auseinandersetzung zweier Streithähne. Die per Zug angereisten 60er Fans sind von der Polizei relativ rasch zum Bahnhof geleitet worden. Einige feierten gegen 21 Uhr ihren Verein lautstark am Schrannenplatz. Von den „Ultras“ waren wohl die meisten gar nicht nach Neuburg gekommen.

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Die Mannschaft der Münchener machte sich nach dem Duschen alsbald mit dem Bus auf den Heimweg. Die VfRler diskutierten noch lange im Sportheim.

Am Donnerstag war Aufräumen im VfR-Stadion angesagt. Mitglieder halfen vor allem der Julius-Brauerei beim Abbau und Rücktransport ihrer Anlagen. Am Samstag kehrt der Alltag zurück, „der normale Punktspielbetrieb der Bezirksliga läuft weiter“, sagt Walter Egen. Für den langjährigen Spieler und Trainer des Vereins für Rasenspiele war das 60er Gastspiel längst nicht der einzige Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Walter Egen war zum Beispiel 1967 als junger Spieler dabei, als der FC Bayern München mit Gerd Müller, Franz Beckenbauer, Georg Schwarzenbeck und Sepp Maier in Neuburg gastierte. Die Münchener gewannen mit 12:0. Auch der Hamburger Sportverein, Augsburg, die Sechziger (insgesamt dreimal) und Nottingham Forest spielten bereits im Brandlstadion (heute Sparkassen-Arena).

Immerhin durfte der Oberbürgermeister den Anstoß ausführen, am liebsten hätte er wohl mitgespielt. Dass die Gastgeber letztlich gegen den Regionalligisten 0:4 verloren haben, sei nicht tragisch, ?die VfR-Mannschaft hat sich hervorragend präsentiert.?  Die Sicherheitsvorkehrungen hatten Bernhard Gmehling und der Verein als ?ziemlich drastisch? eingeschätzt. Aber die Polizei stufte halt den Neuburger Löwen-Auftritt als ?Hochrisiko-Spiel? ein und zeigte starke Präsenz.
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Am besten in Erinnerung bleiben allerdings das Jahr 1975 mit der Landesligameisterschaft der Neuburger und die folgenden fünf Jahre in einer starken Bayernliga mit ESV, MTV und dem FCA.

 

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