Gut gemachte Blüten: Eine Pressesprecherin des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) präsentiert 2016 in München sichergestelltes Falschgeld.
Gut gemachte Blüten: Eine Pressesprecherin des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) präsentiert 2016 in München sichergestelltes Falschgeld. Kriminelle bringen jedes Jahr Tausende nachgemachte Euro-Scheine und Münzen in Umlauf. Wichtig dabei: Wer auf Blüten hereinfällt und wissentlich weiterverbreitet, macht sich ebenfalls strafbar.
Knoppe/dpa
Neuburg

Bei mehreren Einzelhandelsgeschäften in Neuburg wurden laut Bericht der Beamten zwischen Montag und Donnerstag Einkäufe mit gefälschten 50-Euro-Scheinen getätigt. "Bisher sind vier Fälle bekannt. Die gefälschten Geldscheine wurden erst bei den Abrechnungen beziehungsweise bei den Einzahlungen bei der Bank festgestellt", so die Ermittler. Weitere Fälle sind demnach aus dem Landkreis Eichstätt bekannt.

"Das ist seit Monaten bundesweit ein Thema, nun sind auch bei uns falsche 50er aufgetaucht", sagt Hubert Scharpf, der stellvertretende Polizeichef in Neuburg. "Für uns ist es kein Zufall, dass zeitgleich in Neuburg und Beilngries Fälle auftauchen", sagt Polizeichef Norbert Bachmaier. Die Ermittlungen führt die Kripo: "Die Scheine werden an das Landeskriminalamt geschickt, wo sie genau untersucht werden, ob man sie einer Fälscherwerkstatt zuordnen kann", erklärt Polizeisprecher Peter Grießer. Ein Zusammenhang der Blüten aus Neuburg und Beilngries sei sehr wahrscheinlich.

Die Polizei bittet die Bürger um erhöhte Aufmerksamkeit bei der Entgegennahme von 50-Euro-Scheinen - siehe Infokasten - und um Mitteilung verdächtiger Wahrnehmungen unter der Telefonnummer (08431) 671 10.

SICHERHEITSMERKMALE BEACHTEN

  • "Jede Fälschung moderner Banknoten, zu denen natürlich auch der Euro gehört, ist grundsätzlich ohne Verwendung besonderer Hilfsmittel erkennbar", informiert die Deutsche Bundesbank. Auf ihrer Homepage unter der Adresse www.bundesbank.de sind alle Sicherheitsmerkmale der einzelnen Geldnoten genau erklärt. Dort finden Interessierte auch eine Art Checkliste, um Banknoten auf ihre Echtheit zu überprüfen. "Grobe Abweichungen bei Format, Farbe oder Bildelementen gibt es aber meistens nicht. Erst die nähere Betrachtung, die Überprüfung an Hand der Sicherheitsmerkmale, macht eine Unterscheidung möglich", so die Experten der Bundesbank, die auch einige Tipps zur Falschgelderkennung geben:
  • Schauen Sie sich Ihr Geld genau an! Achten Sie dabei nicht nur auf den Gesamteindruck, sondern konzentrieren Sie sich ganz bewusst auf bestimmte Sicherheitsmerkmale, die Sie sich vorher eingeprägt haben.
  • Verlassen Sie sich bei der Prüfung nicht allein auf ein Sicherheitsmerkmal.
  • Gehen Sie nach dem Prinzip "Fühlen-Sehen-Kippen" die Ihnen bekannten Sicherheitsmerkmale der Reihe nach durch und ziehen Sie, falls vorhanden, ein Banknotenprüfgerät in die Überprüfung mit ein.
  • Besorgen Sie sich eine Vergleichsnote.
  • Bestehen weiterhin Zweifel, lassen Sie die Note oder Münze bei Ihrer Hausbank oder einer der Filialen der Deutschen Bundesbank überprüfen. | szs