Langenmosen: Wer tritt mit Weigert an?
Foto: Stefan Janda
Langenmosen

Spannend wird der Abend, der um 19 Uhr im Gasthaus Baderwirt in Langenmosen beginnt, dennoch. Dafür dürften trotz der Tatsache, dass wohl niemand aus den Reihen der FW-Mitglieder gegen Weigert antreten wird, voraussichtlich beide Abstimmungen sorgen. Denn obwohl der 49-Jährige als Kandidat für den Landtag als gesetzt gilt und unter anderem auf breite Unterstützung aus dem Kreisvorstand bauen kann, wird sein Ergebnis viel Raum für Spekulationen bieten. Steht die FW-Basis im Stimmkreis, zu dem neben dem Landkreis auch die drei Gemeinden Hohenwart, Gerolsbach und Scheyern im Landkreis Pfaffenhofen gehören, voll hinter dem Kleinhohenrieder? Oder bekommt Weigert einen kleinen Denkzettel von seinen Parteifreunden? Diese hatten ihn zuletzt vor vier Jahren mit dem Traumergebnis von 100 Prozent in eine Wahl geschickt - damals freilich als Landratskandidat. Ob ihm einige treue FW-Anhänger den geplanten Absprung nach München übel nehmen, wird sich zeigen.

Spannung verspricht auch die Kür eines Bezirkstagskandidaten. Klar ist lediglich, dass der Bewerber der Freien Wähler um das Direktmandat aus dem nördlichen Kreis Neuburg-Schrobenhausen kommen wird - sofern nicht plötzlich ein vierter Kandidat seinen Hut in den Ring wirft. Die besten Chancen dürfte aber auf jeden Fall der Neuburger Klaus Brems haben. Der 68-Jährige gilt zwar nicht gerade als junges Gesicht, bringt aber mit 15 Jahren im Bezirkstag - von 1998 bis 2013 - sowie mittlerweile 16 Jahren im Stadtrat und im Kreistag viel Erfahrung mit. Kein Wunder, dass ihn der Landrat da schon mal liebevoll als "kommunalpolitisches Schlachtross" bezeichnet. Ebenfalls alles andere als ein Neuling auf der Politbühne ist Ludwig Bayer aus dem Rennertshofener Ortsteil Stepperg. Der 64-Jährige ist nicht nur seit Jahren im Marktgemeinderat seines Heimatorts und im Kreistag aktiv, gleichzeitig engagiert sich der Landwirt seit mittlerweile 21 Jahren als Kreisobmann im Bayerischen Bauernverband. Dritter im Bunde ist Tobias Gensberger, der mit seinen 32 Jahren als politischer Jungspund frischen Wind in den Bezirkstag bringen könnte. Der Bergheimer ist ehrenamtlicher Bürgermeister seiner Heimatgemeinde.

Übrigens: Beide Bewerber der Freien Wähler gehen zugleich auf der Liste ins Rennen. Für Weigert soll es dabei aller Voraussicht nach der aussichtsreiche Platz sechs unter den oberbayerischen Kandidaten werden.