An diesem Freitag feiert das Geschwader Richtfest für die neue Sporthalle - die erste Investition aus einer langen Liste. Laut Früh soll die Halle auch für Neuburger Vereine nutzbar sein. "Hier wird für die Bevölkerung am besten sichtbar, wohin das Geld fließt", erklärt der Donauwörther, der seit September das Kommando auf dem Militärflugplatz hat.

Ein weiteres großes Projekt ist ein neues Sanitätszentrum, eine Art großes Ärztehaus. Es soll das bestehende ersetzen und moderner werden. Hier gehen die Soldaten zum Arzt. Die Mediziner sind auch auf die "fliegerärztliche Betreuung" spezialisiert, also auf gesundheitliche Probleme, die durch den Flug in den Überschallflugzeugen auftreten können, etwa bei Druckverlust. Auch der Bereitschaftsdienst für die Alarmrotte, aber auch für Schießübungen und so weiter wird von hier aus gestellt.

Die Sanierung der Unterkünfte ist eine weitere Baustelle. Bessere Ausstattung und mehr Platz sollen für die Soldaten geschaffen werden. Außerdem wird die Feuerwehr personell verstärkt - und benötigt in der Folge ein größeres Gebäude. Als "plakativ" bezeichnet Früh außerdem eine neue große Fahrzeughalle, die als weiteres Bauvorhaben geplant ist.

Eine Abstellfläche für Flugzeuge, eine sogenannte Alarmplatte, sowie weitere Restarbeiten an der erneuerten Start- und Landebahn, etwa an den Zufahrten, werden ebenfalls Geld kosten. Hinzu kommen Leitungsnetz und Absicherungstechnik, die zwar für das bloße Auge zunächst unsichtbar bleiben werden, finanziell aber deutliche Spuren hinterlassen werden.

Einen konkreten Zeitplan für die vielen Bauvorhaben kann Früh nicht nennen. Alles sei eine Frage der Ausschreibung und Genehmigung, doch bis 2020/21 soll ein Großteil der Vorhaben realisiert sein. Die Investitionen würden angegangen, "weil uns der Standort sehr wichtig ist", hatte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch in Neuburg deutlich gemacht. "Wir haben in den letzten fünf Jahren 50 Millionen Euro in die Start- und Landebahn und in den Tower investiert." Weitere 70 Millionen nannte die Ministerin für die Zukunft.