Burgheim: 130 Helfer proben den Ernstfall
Wasser Marsch hieß es bei einer Großübung aller Burgheimer Feuerwehren auf dem Betriebsgelände von Milkivit. - Foto: lfs
Burgheim

Brand in einer Lagerhalle, eine Person wird vermisst: so lautete das simulierte Übungsszenario. Ort des Testlaufs war das Betriebsgelände der Firma Milkivit. Alarmiert wurden alle Wehren der Marktgemeinde. Auch die Helfer vor Ort (HVO) waren im Einsatz. Insgesamt waren 130 Kräfte beteiligt.

Betriebsleiter Hans Stadler ist stolz auf eine hochmoderne Brandmeldeanlage. Ausgestattet mit optischen Sensoren, Rauchdetektoren sowie Rauchansaugsystemen bleibt hier nichts dem Zufall überlassen. Die Feuerwehr Burgheim stand bei der Installation dieser Anlage der Betriebsführung mit Rat und Tat zur Seite.

Die hervorragende Zusammenarbeit mit der Feuerwehr stellte Stadler deutlich heraus. "Wir stellen das Firmengelände jederzeit gerne für Übungen zur Verfügung. Ein Samstag ist natürlich ideal, da so der normale Geschäftsbetrieb nicht gestört wird", meinte er.

Nach und nach rückten die Feuerwehren mit ihren unterschiedlichen Ausrüstungen an. Schlauchleitungen wurden verlegt, Pumpen liefen an, und Atemschutzträger begannen mit der Suche nach der vermissten Person. Unter den sachkundigen Augen von Kreisbrandinspektor Peter Meyer und Kreisbrandmeister Josef Reichherzer lief die in allen Teilen durchexerzierte Übung ab wie ein Uhrwerk. Die vermisste Person wurde schnell geborgen und an Helfer übergeben. Nach etwas mehr als einer Stunde konnte der Kommandant der Burgheimer Wehr, Anton Gutjahr, das Übungsende über Funk durchgeben. "Brand gelöscht, keine Glutnester mehr. Wasser halt", lautete sein Befehl. Während der Übung war auch Bürgermeister Michael Böhm anwesend: " So kann ich mir ein gutes Bild über die Leistungsfähigkeit unserer Wehren machen, und ich bin begeistert." Nachdem das umfangreiche Material wieder verstaut war, gab es im Feuerwehrhaus eine Nachbesprechung. Nur ein paar Kleinigkeiten waren den Verantwortlichen aufgefallen und zur Ansprache gebracht. Überzeugt waren aber alle Führungskräfte vom reibungslosen Zusammenarbeiten aller Wehren. Dies war auch mit ein Verdienst der erstmals mit eingesetzten Unterstützungsgruppe (UG) des Landratsamtes. Bei Großschäden stehen zwei solcher Teams bereit um die örtliche Einsatzleitung zu unterstützen. "Ich bin sehr stolz auf euch und euer Engagement. Jeder von euch hätte an einem Samstagnachmittag etwas Besseres zu tun gehabt, aber man kann sich auch die echten Einsatzzeiten nicht aussuchen", so Böhm.