Bertoldsheim: Die Zukunft scheint gesichert
Gute Stimmung beim Kaffeekränzchen: Im Seniorenstift Bertoldsheim sind alle 77 Betten belegt. 80 Mitarbeiter kümmern sich um die Bewohner. - Foto: Schanz
Bertoldsheim

Die Zwangsversteigerung ist abgewendet, nun können die immer wieder hinausgeschobenen Sanierungsmaßnahmen beginnen.

„Ende August haben wir die Verträge geschlossen, seit Mitte September sind wir schon als Betreiber aktiv“, sagt Jan Fritsche, einer der Geschäftsführer der Unternehmensgruppe. „Wir haben die Gesellschaft komplett übernommen, an den Verpflichtungsstrukturen ändert sich nichts.“ Für die 80 Mitarbeiter ist das beruhigend: Sie werden übernommen. Und auch die 77 Bewohner haben nichts zu befürchten – außer Bauarbeiten. „Wir werden einige Investitionen am Gebäude vornehmen“, sagt Fritsche. Die „Führergruppe“ tritt in Zukunft nicht nur als Betreiber, sondern auch als Immobilieneigner auf.

Heimleiterin Brigitte Leptich sieht die Entwicklungen positiv. „Für uns hat sich vom Betrieb her nichts geändert“, erklärt sie. Nachdem die drohende Zwangsversteigerung lange wie ein Damoklesschwert über der Einrichtung hing, können die Beschäftigten nun aufatmen. Es herrschen wieder gesicherte Verhältnisse.

Die Unternehmensgruppe Führer besitzt an 37 Standorten in ganz Deutschland 50 Einrichtungen aus dem Bereich der Altenpflege, beschäftigt laut eigener Internetseite insgesamt 2500 Mitarbeiter. Den Standort am Fuße des Schlosses Bertoldsheim sieht man als sehr attraktiv.