Pfaffenhofen: Sigleck: Doch nicht alleiniger Herr im Haus
Das neue Sigleck in Pfaffenhofen erstreckt sich entlang der Ingolstädter Straße vom Hauptplatz bis zur Löwenstraße. In den Obergeschossen ist die Stadtverwaltung eingezogen. Als das Erdgeschoss nun verkauft worden ist, hat die CSU vergeblich angeregt, das
Kraus
Zu etwa 60 Prozent ist das Sigleck, wo seit vergangenem Sommer weite Teile der Pfaffenhofener Stadtverwaltung untergebracht sind, im Eigentum der Kommune. Die ersten beiden Obergeschosse und Teile der dritten Etage, insgesamt 2500 Quadratmeter, gehören der Stadt bereits. Der Rest des Dachgeschosses soll voraussichtlich in zwei Jahren gekauft werden. Das 1270 Quadratmeter große, an C & A vermietete Erdgeschoss hatte bisher dem Pfaffenhofener Bauträger und Investor Hans Baierl gehört, der sich nun davon getrennt hat. „Wir haben es schon verkauft“, sagt er. Zur Höhe des Kaufpreises will er sich aber nicht äußern. Die Stadt Pfaffenhofen hätte allerdings ein vertraglich geregeltes Vorkaufsrecht wahrnehmen können. Und die CSU-Fraktion im Stadtrat hatte in nicht öffentlicher Sitzung darauf gedrängt, bei dieser „einmaligen Gelegenheit“ auch zuzuschlagen. In Stadtratskreisen im Gespräch sind Kosten in Höhe von 3,6 Millionen Euro, die sich zuzüglich Nebenkosten und Darlehenszinsen für die Finanzierung auf über vier Millionen Euro summiert hätten. Dem gegenüber sollen jährliche Mieteinnahmen im unteren sechsstelligen Bereich stehen. Die Christsozialen sind trotz einiger Stimmen aus dem Freie-Wähler-Lager bei der nicht öffentlichen Abstimmung denkbar knapp mit 15 zu 14 Stimmen an der Bunten Koalition und der FDP gescheitert. Die Mehrheit stimmte dafür, das vertraglich zugesicherte Vorkaufsrecht nicht auszuüben – wie es die Stadtverwaltung den Politikern empfohlen hatte.

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