Pfaffenhofen: Neuer Imam: Seelsorger in der Fremde
Zwei Jahre lang Seelsorger in Pfaffenhofen ist der neue Imam der türkisch-islamischen Gemeinde, Ebrem Sükrü (links), hier im Gespräch mit dem Gemeindevorsitzenden Recep Bal.
Kraus
Zwei Jahre Dienstzeit für die Vorbeter sind die Regel für kleine Gemeinden, die keine Moschee haben, sondern wie die Pfaffenhofener nur einen Gebetsraum zur Miete. „Nach einem Jahr spricht ein Imam einigermaßen gut Deutsch, und ein Jahr drauf ist er schon wieder weg“, fasst Gemeinde-Vorsitzender Recep Bal das Dilemma zusammen. Danach wird aus der Türkei ein neuer Vorbeter gesandt. Meist wieder ohne Deutschkenntnisse. „In Gemeinden mit eigenen Räumen gilt eine vierjährige Dienstzeit“, erklärt Bal. Deshalb hofft der Ditib-Ortsverein, dass aus den Plänen einer Moschee in der Kreisstadt bald etwas wird. Ein neuer Anlauf für eine Moschee ist in Arbeit. „Wir haben ein anderes Grundstück erworben“, berichtet Recep Bal. Wo es genau liegt, will er noch nicht sagen. Er ist vorsichtig geworden. Die Gemeinde ist ein gebranntes Kind: Die alten Pläne für ein islamisches Gemeindezentrum mit Moschee und Veranstaltungsräumen in Bahnhofsnähe sind nach Bekanntwerden vor gut zwei Jahren gescheitert – am Widerstand der Anwohner und an den Parkplatzauflagen.

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