Pfaffenhofen: Klare Absage an Autobahnanschlussstelle Bruckbach
Beim Autobahndreieck Holledau wird es auf der A9 wohl keine Ein- und Ausfahrt ins Ilmtal geben. Das Bundesverkehrsministerium sieht keinen Bedarf für die zusätzliche Anschlussstelle bei Bruckbach.
„Da sich der Bund finanziell nicht beteiligt und auch für das Land keinen verkehrlichen Bedarf erkennt, sehe ich im Moment keine Chancen, die Anschlussstelle zu verwirklichen. Landkreis und Gemeinden können das Projekt allein nicht stemmen“, erklärte Landrat Wolf (CSU) zu dieser Entwicklung. In einem Schreiben an das Pfaffenhofener Landratsamt hatte das Bundesverkehrsministerium nach Prüfung und Bewertung der eingereichten Unterlagen mitgeteilt, dass die „Notwendigkeit für eine weitere Planung nicht gegeben ist“.
 
Eine beauftragte Verkehrsuntersuchung zeigt offenbar deutlich, dass von der Anschlussstelle Bruckbach vor allem die angrenzenden Gemeinden profitiert hätten. Der verkehrliche Nutzen für den Bund und den Freistaat Bayern wäre hingegen unerheblich gewesen.
 
Das Aus für Bruckbach betrifft dementsprechend vor allem die Gemeinde Rohrbach und den Markt Wolnzach, deren gemeinsames Gewerbegebiet bei Bruckbach immens vom Autobahnanschluss vor der Haustür profitiert hätte. „Wir haben schon darauf gehofft, auch wenn ich im Grunde immer skeptisch war“, sagte Rohrbachs Bürgermeister Dieter Huber (SPD) in einer ersten Reaktion. „Das wäre das i-Tüpfelchen für das Gewerbegebiet gewesen.“

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