Kanalstörung in Ernsgaden
Die Ingolstädter Kommunalbetriebe konnten drei der vier Pumpen wieder zum Laufen bringen. Das Foto schickte uns DK-Leser Florian Kretschmeier.
Florian Kretschmeier

Bereits am Montag im Laufe des Tages ist es zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Abwasserbeseitigung im Gemeindegebiet Ernsgaden gekommen, berichten die Ingolstädter Kommunalbetriebe. Laut Bürgermeister Karl Huber kam es am Dienstag zum Ausfall der Vakuumpumpen in allen vier Leitungen des Kanalsystems.

Eine derartige Störung. die das gesamte System lahm legt, sei bisher noch nie vorgefallen. Nun müsse das Vakuum von der zentralen Vakuumstation Zug um Zug wieder aufgebaut werden. Da das System viele Kilometer Rohrleitungen umfasst dauert der sukzessive Aufbau einige Zeit.

Nach Angaben der Ingolstädter Kommunalbetriebe konnten "durch intensiven Arbeitseinsatz" drei der vier Pumpen wieder zum Laufen gebracht werden, eine Pumpe befand sich am Dienstagabend noch im Stillstand. Es sei versucht worden, die laufenden Pumpen so zu steuern, dass sämtliche Teile des Gemeindegebietes zumindest notdürftig entsorgt werden konnten. Dazu wären auch zwei Saugwägen der Ingolstädter Stadtwerke eingesetzt worden.

Kanalarbeiten in Ernsgaden
Die Kanalarbeiten in Ernsgaden sind in vollem Gang.
Patrick Ermert
Die größten Probleme gab es gestern Abend noch im Bereich Süd-Ost, Am Wald, Kapellenweg und Am Markt. Besonders hier sei Vorsicht bei Einleitungen von Abwasser geboten, teilt die Gemeinde mit. Zwei Ernsgadener meldeten sich in der Nacht auf Mittwoch auf der Facebookseite der Gemeinde zu Wort. Beide beschweren sich, keine Informationen erhalten zu haben und einen überschwemmten Keller zu haben. "Wer zahlt das?", will ein Bürger wissen.
 
Nach aktuellen Informationen des Ersten Bürgermeisters arbeitet die Gemeinde vorrangig daran, die Funktionalität des Kanalsystems wieder herzustellen. Die Ursachenforschung werde erst betrieben, wenn die Abwasserentsorgung bei allen Hausanschlüssen wieder funktioniert. Als Grund für den Ausfall kämen defekte Messanlagen oder Leckagen in Frage.

Die Bürger werden weiterhin gebeten, Abwasser zu vermeiden. Der DONAUKURIER informiert, sobald es hier neue Erkenntnisse gibt.