Ingolstadt: Wortgefechte mit Witz: Studenten küren Süddeutschen Debattiermeister
Mit Verlaub! Die Opposition (rechts) darf den Regierungsrepräsentanten unterbrechen. Die WFI wurde am Wochenende zum Parlament.
Rössle
Das Vorbild des Wettbewerbs ist das britische Debattensystem. Die Streitpunkte sind mal ernst, mal weniger ernst, in Runde zwei lautete es zum Beispiel: "Kondompflicht in pornografischen Filmen - ja oder nein?" Drei Juroren wachen über die Beachtung der strengen Regeln. Zur Vorbereitung auf das Thema bleiben nur wenige Minuten, dann geht’s an die Front: Zwei Duos sind immer dafür, zwei dagegen. Jeder spricht sieben Minuten, am Ende reichen sich alle die Hand. Wie schafft man es, nach so kurzer Präparation derart wortgewaltige Beiträge abzufeuern? Jenny, 23, Jurastudentin aus Heidelberg, verrät es: "Solides Zeitungswissen ist die Voraussetzung." Zuerst sollte man für sich Argumente sammeln und dann mit dem Partner die Strategie besprechen. Der Philosophiestudent Gabor ergänzt: "Es hilft, sich zu fragen: Wer ist betroffen? Das Individuum? Die Gesellschaft? Diese Punkte arbeitet man ab wie eine Checkliste." Ebenfalls interessant: "Die Position geht nicht nach Überzeugung. Ob man nun dafür oder dagegen ist, wird ausgelost." Jenny: "Wir hätten problemlos auch für die andere Seite argumentieren können."

Lesen Sie morgen mehr im DONAUKURIER oder schon heute Abend auf donaukurier.de als Premium-Artikel.