Ingolstadt: Sit-IN auf der Donaubühne: Mutbüger demonstrieren Heimatbewusstsein
Den Besen schwang Ralf Oberhofer nur kurz, um den Entendreck wegzuräumen. Dann gaben sich die Mutbürger am Samstag auf der Donaubühne ganz dem Müßiggang hin.
Rössle
"Es gibt so viele schöne Ecken in dieser Stadt, aber es wird einfach nicht auf sie hingewiesen", findet Matthias (33). "Nirgends deutet in der Altstadt ein Schild auf die Donaubühne. Da muss ein Besucher erst mal herfinden, durch die Unterführung." Schade sei das, sehr schade. "Sit-IN" nennt die Aktion Innenstadt den Spaß auf der Bühne, so nach dem Motto: Abhängen mit Anspruch.
 
Ralf Oberhofer hat das Treffen organisiert. Der Wirt des Cafés Maximilian, Stammsitz der Mutbürger, hofft auf einen gewissen Demonstrationseffekt. "Es könnte alles so schön sein hier in diesem tollen Ambiente! Wir haben hier ja fast schon Berliner Spree-Feeling." Jedoch: „Es passiert einfach nix. Ein paar Boote, einmal im Jahr das Wirtefest – und das war’s im Wesentlichen." Das Potenzial. Es sei doch da, das finden alle Aktivisten. Die Mutbürgerin Lydia bringt es auf den Punkt: "In Ingolstadt haben wir so viel Schönes, man muss es halt nur wieder entdecken und pflegen!" So wie die Donaubühne.

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