Mittwoch, 30.05.2012 |
07.02.2012 19:50 Uhr | 626x gelesen
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Die Villa Kunterbunt soll verkauft werden




Villa Kunterbunt
Bild: Rössle Begehrt: Die Villa Kunterbunt mit Kinderkrippe und Kindergarten (rechts). Die eigentliche Villa (links) steht derzeit leer.

Dem Betriebsrat des Trägers der Villa sei "bisher von der Geschäftsführung trotz eines eingereichten Fragenkatalogs dazu nichts mitgeteilt worden", so die GEW. Daher sei das Personal "berechtigterweise stark verunsichert", weil sie nicht wüssten, wie es mit ihnen und der Einrichtung weitergeht". Gleiches gelte für die Eltern. Die GEW befürchtet einen Verstoß gegen das Betriebsverfassungsgesetz und warnt zudem vor Gewinndenken zu Lasten der Kinder und der Mitarbeiter: "Dass Größe und Zukäufe nicht immer automatisch ein Plus an Qualität und Effizienz nach sich ziehen müssen, hat sich in der Wirtschaft schon öfter gezeigt", schreibt Wolfgang Nördlinger von der GEW in der Erklärung.

Der Geschäftsführer des Hauses Miteinander, Erich Thonhauser, bestätigte am Dienstag auf Anfrage: "Wir sind dazu bereit, die Villa zu übernehmen, es laufen Verhandlungen, wir müssen aber noch wesentliche Detailfragen klären." Er bestätigt, dass seine gemeinnützige GmbH auch alle Immobilien erwerben wolle, also das Grundstück, das Kinderhaus Nordwest und die alte Villa daneben, die derzeit leer steht. Thonhauser versichert: "Es wird sich für die Kinder und das Personal nichts Größeres ändern."

Der Förderkreis für Integrative Erziehung - Träger der Villa Kunterbunt - bedauert die Entwicklung. Doch leider sehe man keine andere Möglichkeit, sagt der Geschäftsführer Peter Freidhoff. "Die Einrichtung ist sehr renommiert, aber der Unterhalt des leeren, sanierungsbedürftigen Gebäudes daneben kostet viel Geld." Das Haus Miteinander habe daran Interesse, sofern es die Trägerschaft der Villa Kunterbunt erhalte. Freidhoff betont: Es gebe keinen Grund zur Sorge!


Christian Silvester
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