Eichstätt: Premiere: Keine Chemie mehr im Wald
FBG-Geschäftsführer Georg Husterer (links) und FBG-Vorsitzender Hans Stadler (rechts) am zentralen Holzlagerplatz in der Nähe von Wachenzell (Gemeinde Pollenfeld).
Auer
Bayernweit seien die knapp 2000 Waldbesitzer, die in der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Eichstätt organisiert sind, damit führend, erklärten Vorsitzender Hans Stadler und Geschäftsführer Georg Husterer gestern. „Da sind uns andere FBGs neidig drum.“
 
Allerdings war das Problem im Eichstätter Raum immer auch besonders drängend: Wenn die Bauern ihre gefällten Baumstämme in der warmen Jahreszeit im Wald lagern wollen, müssen sie diese zum Schutz vor den allgegenwärtigen Borkenkäfern mit Spritzmitteln behandeln. Damit die Mittel wirken, müssen die Baumstämme von den Chemikalien völlig durchnässt sein. Im Eichstätter Karstgebiet ist das natürlich fürs Trinkwasser problematisch. Und auch für den Menschen, der die Chemikalie mit Hochdruck auf die Stämme sprüht und sich dabei selbst einnebeln kann, ist das nicht ganz ungefährlich. Und billig ist es auch nicht.
 
Wenn es hinterher stark regnet, war die ganze Mühe umsonst. All das war Grund genug für die FBG, flächendeckend Holzlagerplätze außerhalb der Wälder anzulegen. Wenn sie 500 Meter Abstand zur Waldkante haben, gelten sie als sicher vor Holzschädlingen. Insgesamt hat die FBG in ihrem Vereinsgebiet etwa 25 solcher Lagerplätze, davon eine Handvoll besonders großer.

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