Mittwoch, 30.05.2012 |
08.02.2012 15:14 Uhr | 283x gelesen
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"Klassischer" Straßensperrmüll endet zum Jahreswechsel


Eichstätt (EIH) Einstimmig hat der Kreisausschuss die Verwaltung beauftragt, die Müll- und Wertstoffabfuhr im Landkreis Eichstätt turnusgemäß zum 1. Januar 2013 neu auszuschreiben. Eine automatische Verlängerung des Vertrags mit der Firma Veolia ist nach sieben Jahren aus vergaberechtlichen Gründen nicht möglich. Änderungen gibt es beim Sperrmüll. In der Sitzung wurde definitiv entschieden, dass es den Straßensperrmüll für komplette Ortschaften ab 2013 nicht mehr geben wird.



Der neue Vertrag, so die Ausschreibung, wird mehrere wichtige Änderungen enthalten. Das abtransportierte Altpapier wird ab nächstem Jahr in einer Kooperation der Landkreise Eichstätt, Pfaffenhofen, Kelheim und der Stadt Ingolstadt vermarktet: Dadurch erhoffen sich die Beteiligten wegen der größeren Menge bessere Preise. Bisher hatte das Müllabfuhrunternehmen das Altpapier selbst auf den Markt gebracht und den Erlös an den Landkreis abgeführt. Dass an Wertstoffen etwas zu verdienen ist, machte Kreiskämmerer Werner Klein klar: Im vergangenen Jahr hatte der Landkreis Eichstätt über 700.000 Euro Einnahmen aus Wertstoffen.
 
Wie bereits mehrfach berichtet, wird der Landkreis Eichstätt ab Januar 2013 die Sperrmüll-Entsorgung neu organisieren. Der Ausschuss stimmt dem neuen Konzept, das sich am Nachbarlandkreis Weißenburg-Gunzenhausen orientiert, einhellig zu. Demnach wird es ab dem nächsten Jahr nicht mehr den klassischen „Straßensperrmüll“ für ganze Ortschaften geben, sondern ein kombiniertes Hol- und Bringsystem.
 
Es wird also in jedem gemeindlichen Wertstoffhof ein großer Container für Sperrmüll aufgestellt, der den Bürgern das ganze Jahr über zu den üblichen Öffnungszeiten zur Verfügung steht. Wer seine Sachen nicht selbst abliefern will oder kann, kann per Postkarte zwei Mal im Jahr kostenlos die Müllabfuhr an sein Haus bestellen.
 
Den konkreten Abholtermin – binnen fünf Wochen – legt das Müllabfuhrunternehmen fest. Landrat Knapp betonte ausdrücklich, es bestehe für die Bürger kein Grund zur Torschlusspanik: „Heuer wird der Sperrmüll noch ganz normal abgefahren.“ Die letzte Straßensammlung sei überall im zweiten Halbjahr 2012.

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Richard Auer
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