Mittwoch, 30.05.2012 |
12.10.2011 15:53 Uhr | 398x gelesen
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An Mukoviszidose erkrankt und dennoch Marathon gelaufen


Nassenfels/München (EK) So richtig hat Ingo Sparenberg noch gar nicht realisiert, was er da geleistet hat. Dabei hat er sein hoch gestecktes Ziel erreicht, auf das er so lange hingearbeitet hat: Der an Mukoviszidose erkrankte Mann aus Zell an der Speck, einem Ortsteil von Nassenfels im Landkreis Eichstätt, hat am Sonntag den Marathon in München bewältigt.



Eichstätt: An Mukoviszidose erkrankt und dennoch Marathon gelaufen
Bild: Bartenschlager Fast geschafft: Nur noch 80 Meter trennen Ingo Sparenberg vom Ziel. Seine Leistung feierte der 33-Jährige mit seiner Frau, seiner Familie und seinen Freunden noch am Sonntag mit einem Spanferkelessen.
Insgesamt gingen in München 16 075 Läufer in den verschiedenen Kategorien an den Start; am Marathon selbst, der Königsdisziplin beteiligten sich 5962 Athleten. Mitten unter ihnen: Ingo Sparenberg, der mit der Nummer 4680 an der Start ging – und mit einem großen Handicap. Der 33-Jährige leidet an Mukoviszidose (MC), einer angeborenen Stoffwechselerkrankung, auch bekannt als zystische Fibrose. Dabei wird, vereinfacht ausgedrückt, in verschiedenen Organen des Körpers ein zähflüssiger Schleim produziert. Heilbar ist Mukoviszidose nicht. Sparenbergs läuferisches Abenteuer begann mit seiner Krankheit. Eines Tages vor etwa zwei Jahren stand er an einer Treppe und hatte größte Mühe, sie zu erklimmen.

Er bekam kaum noch Luft – eine Folge seiner Krankheit. Diese gesundheitliche Krise wurde überwunden, doch nahm sich Sparenberg vor, nie wieder eine solche Situation zu erleben. Zusätzlich zu seiner „normalen“ Therapie begann er Sport zu treiben. Er entschied sich fürs Laufen. Kilometer um Kilometer steigerte sich der 33-Jährige und fand sich schließlich fit genug für einen Halbmarathon. Ein zweiter folgte. Und schon seit er mit dem Training begonnen hatte, spukte ihm der Gedanke von einem Marathon im Kopf herum. „Ich wollte wissen, wie weit man’s treiben kann. Nach den Halbmarathons merkte ich: Es geht noch weiter.“

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Josef Bartenschlager
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