Von da an drohen die Sorgen überhand zu nehmen, wie man das schöne Geld vor den Nachstellungen des Finanzamtes, der linken Parteien und des Eurobankers Mario Draghi in Sicherheit bringen kann.

Als einfacher Lokalredakteur mit Tarifgehalt vermag man natürlich nicht aus eigener Erfahrung nachzuvollziehen, bei welchem Kontostand dieser Glücks-Turnaround exakt einsetzt. Eine Blitzumfrage unter Kollegen ergab jedenfalls die Tendenz, dass hier noch Luft nach oben bestünde. Zu klären wäre ferner, ob von den Experten bereits ein Zufriedenheitsfaktor unter besonderer Berücksichtigung der kommunalen Gewerbesteuereinnahmen ermittelt wurde, ob etwa der gewöhnliche Gaimersheimer im statistischen Mittel um 50 Prozent glücklicher ist als die Buxheimerin.

Nur ganz wenige Ausnahmeerscheinungen unter uns Erdenbürgern sprechen all diesen nüchternen Statistiken eitel Hohn, ja, sie scheinen sie glatt zu widerlegen. Zu ihnen zählt die Kassiererin eines von uns regelmäßig aufgesuchten Verbrauchermarktes im Nordviertel, deren heiter-gelassener Ausstrahlung selbst der hektischste Schnäppchenjäger kaum widerstehen kann. Da mag die Schlange der Kunden zum Feierabend hin lang und länger werden, da mögen die Kinder an der Kasse noch so sehr quengeln, da mag in der Adventszeit die Soundanlage des Supermarktes auf Dauerfeuer mit Bing Crosbys "White Christmas" gestellt sein - diese rundliche Frau mit leicht migrantischem Zungenschlag lächelt beseligt, als genösse sie die weihnachtlichen Weisen aus Amerika zum ersten Mal in ihrem Leben. Nur eins sollte sie sich vielleicht noch abgewöhnen: Dass wir keine Deutschland-Card brauchen und auch keine Treuepunkte sammeln, haben wir ihr doch schon hundertmal gesagt, aber sie will es uns einfach nicht glauben.