Auch in Deutschland kam es durch Missernten und eine erhöhte Sterblichkeit unter Nutztieren zur schlimmsten Hungersnot des 19. Jahrhunderts.

Eine solche droht jetzt auch im Nordwesten Ingolstadts. Denn gleich zwei große Discounter in unmittelbarer Nachbarschaft haben derzeit wegen Um- beziehungsweise Neubaus geschlossen - und das für mehrere Monate. Wie konnten sie das nur der darbenden Bevölkerung antun? Jetzt bleibt für unsereins, der nahe dem Blauen Ärztehaus wohnt, nur noch ein (ziemlich überlaufener) Supermarkt fußläufig übrig. Oder man begibt sich auf einen Einkaufstrip ins Umland. Das rund fünf Kilometer gelegene Gaimersheim drängt sich hier geradezu auf.

In der Marktgemeinde gibt es mittlerweile alles zu kaufen - von der tiefgefrorenen Pizza bis hin zum Schlafzimmer. Für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack ist da etwas dabei. Allerdings muss jetzt für eine Shoppingtour das Auto aus der Tiefgarage geholt werden. Ach, wie schön war es doch, als Einkäufe noch per Radl erledigt werden konnten! Oder Spontankäufe möglich waren - also schnell mal noch kurz vor 20 Uhr abends in das Geschäft, weil der Käse ausgegangen ist.

Aber im Oktober soll ja die Zeit des Leidens und des Fremdgehens im Ingolstädter Nachbarort vorbei sein: Dann machen besagte Discounter wieder auf.