Die Duden-Redaktion verweist darauf, dass mit der Aufnahme der neuen Wörter auch auf gesellschaftliche und politische Veränderungen reagiert wird. Damit zieht auch so mancher englischsprachige Begriff in den deutschen Wortschatz ein. Facebooken zum Beispiel. Oder liken, Emoji und Hoodie. Außerdem tindern. Wer nicht weiß, was das ist, frage einfach mal seine heranwachsenden Kinder.

Wer es mit Anglizismen nicht so hat, dem gefällt vielleicht Hygge. Das kommt aus dem Dänischen und darf jetzt auch in Deutschland offiziell verwendet werden. Der eigentlich nicht zu übersetzende Begriff bezeichnet "Heimeligkeit als Lebensprinzip", wie es die Duden-Redaktion schreibt. Man stelle sich dazu am besten ein Bild aus einem Ikea-Katalog vor, auch wenn der zugegebenermaßen eher schwedisch ist.

Aus Ingolstädter Perspektive sind freilich in der Neuversion des Duden einige Begriffe vergessen, andere völlig unnötig aufgenommen worden. Wer bitte braucht einen Späti - einen Spätkauf also? Bei uns schließen die Geschäfte um 18 Uhr. Alles andere ist dann Abendmarkt.

Stattdessen ist es höchste Zeit, dass endlich der Begriff der Ersatzspielstätte in den deutschen Sprachschatz aufgenommen wird. Außerdem Donauquerung und Donauwurm. Und was ist überhaupt mit Löselung