Wie der DK berichtete, haben die Bauarbeiten am Kreisel an der Gerolfinger Straße begonnen. Ohne finalen Baubescheid wurden seit Februar über 20 alte Laubbäume gefällt, die eigentlich geschützt werden müssen, und eine metertiefe Baugrube ausgehoben. Diese Bäume brauchten 30-40 Jahre, um zu wachsen, während ein Container nur drei bis fünf Jahre Lebensdauer hat, bevor er zu Müll wird.

Ich appelliere an alle Entscheidungsträger dieser Stadt, dieses Grundstück wenigstens sinnvoll zu bebauen: keine Container, sondern eine ästhetische und ökologische Bebauung, wie etwa in Holzbauweise, verbunden mit einer baubotanischen Lärmschutzwand für einen angemessenen Lärm- und Feinstaubschutz - sowohl für die Kinder als auch für die betroffenen Anwohner. Diese Maßnahmen lassen sich mit dem richtigen Konzept genauso schnell umsetzen wie Container, sind aber wesentlich beständiger und umweltfreundlicher.

Des Weiteren sind die Bring- und Abholbedingungen so zu gestalten, dass keine zusätzliche Verkehrsbelastung und keine Verkehrsbehinderung entsteht, also genügend Parkplätze für das Personal und die Eltern zu schaffen. In Zukunft müssen Kindertagesstätten generell in Wohnortnähe der jungen Familien entstehen und nicht an einem vielbefahrenen Verkehrsknotenpunkt.

Bis jetzt haben sich in einer Unterschriftenaktion schon über 250 Ingolstädter für ein nachhaltiges Kindergartenkonzept ausgesprochen.

Ulrike Wittmann, Ingolstadt