Dass es zum Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag, 10. Dezember, keine umsteigefreie Zugverbindung von Ingolstadt nach Berlin mehr gibt und auch keinen Sprinter-Halt, beweist die spezielle Kompetenz unseres Bundesverkehrsministers, der ja aus Bayern kommt. Er hat nämlich erkannt, dassaus Marketinggründen ein Halt des ersten Morgensprinters in Ingolstadt die Werbeaussage der Bahn ("München-Berlin: unter vier Stunden") um eine Minute überschreiten würde und den privilegierten Münchener Reisenden nicht zu vermitteln wäre.

Dass dadurch vor allem Ältere, Familien mit Kindern und Behinderte aus Ingolstadt und der Region mit sozialer Kälte bestraft, von der Teilhabe ausgeschlossen, benachteiligt und letztendlich einem Werbegag der Bahn geopfert werden, ist unmenschlich, unverantwortlich und eines Staatsunternehmens unwürdig!

Johannes Woitzik, Ingolstadt