"Es ist eine schöne, dankbare und gleichzeitig verantwortungsvolle Aufgabe, älteren Menschen nicht nur eine Wohnung, sondern ein Zuhause zu geben": So formulierte es Bernhard Sammiller, der Bürgermeister von Pförring und Vorsitzende des Zweckverbandes, bei der kleinen Feier zur Verabschiedung von Dieter Regensburger. Die Gemeinden Mindelstetten, Oberdolling, Großmehring, die Märkte Kösching und Pförring sowie die Arbeiterwohlfahrt des Kreisverbandes Ingolstadt-Eichstätt gehören dem Zweckverband Altenheim Pförring an.

Dieter Regensburger hat den Wandel und die Entwicklung dieser Einrichtung drei Jahrzehnte lang miterlebt, mitgetragen und mitgestaltet. Unter Bürgermeister Gottfried Dichtl wechselte er von der Verwaltung der VG als Leiter an das Seniorenheim St. Josef, das damals 36 Heimplätze hatte. Unter heute nicht mehr vorstellbaren Bedingungen galt es, dort den Tagesablauf und die täglichen Anforderungen zu meistern. Improvisation und Selbsthilfe waren gefragt. Trotzdem gab es auch schöne Tage und Feiern, die man nicht vergisst, erinnert sich Regensburger.

Mit der Heimleiterausbildung an der katholischen Akademie in Regensburg von 1993 bis 1995 bekamen der Tagesablauf und die Arbeit langsam Struktur. Dann stand unter Bürgermeister Claus Saalfeld die Entscheidung über die Weiterführung des Seniorenheimes an. Mit Unterstützung von Landrat Konrad Regler wurde ein Zweckverband zusammen mit den umliegenden Gemeinden und der Arbeiterwohlfahrt gegründet, der den Bau eines neuen Hauses in Angriff nehmen sollte.

Nach intensiver Standortsuche wurde dieses Haus unter dem damaligen Verbandsvorsitzenden Bürgermeister Emmeram Batz nicht im Außenbereich, sondern im Ortskern von Pförring, Am Gries, angesiedelt. Nach vierjähriger Planungs- und Bauzeit konnte das neue Haus mit 60 Plätzen im Oktober 1998 mit Bürgermeister Bernhard Sammiller als Vorsitzendem des Zweckverbandes bezogen werden.

Jetzt war auch die Zeit gekommen, die Leitung des Hauses und der Pflege durch die Einstellung eines Pflegedienstleiters zu trennen. Das neue Haus, das durch die Anlage eines Therapiegartens zusätzlich an Attraktivität gewann, genießt in der Bevölkerung und vor allem unter den Bewohnerinnen und Bewohnern einen sehr guten Ruf. Wie allen Einrichtungen dieser Art macht der Mangel an Fachpersonal dem Haus und damit vor allem dem Heimleiter Sorgen.