Oberdolling: Dorferneuerung: Lohr erwartet mehr Engagement
Im neuen Oberdollinger Baugebiet "Oberdorfer Berg, West" entstehen derzeit 23 Parzellen. Darüber informierte Rathauschef Josef Lohr in der jüngsten Bürgerversammlung. ‹ŒArch - foto: Schmidt
Oberdolling

Zu Beginn nannte er einige Zahlen. So leben in der Gemeinde Oberdolling 24 verschiedene Nationalitäten. "Mitte des Jahres wurden die ersten Flüchtlinge am ehemaligen Bahnhofsgelände untergebracht. Derzeit sind 21 Asylsuchende aus Nigeria in Oberdolling gemeldet", führte Lohr aus.

Weiter informierte er, dass am "Oberdorfer Berg, West" derzeit gerade ein neues Baugebiet mit 23 Parzellen entstehe. "Die Erschließungsarbeiten werden bis Ende des Jahres fertig sein." Die Vergabe der Bauplätze erfolge nach dem Einheimischenmodell. Für die Parzellen haben sich laut Lohr 60 Bauwerber bei der Gemeinde gemeldet.

In der Kinderkrippe seien alle Plätze belegt, sagte der Rathauschef weiter und fügte an: "Im Kindergarten werden zusätzliche Flächen für das Mittagessen benötigt. Die Gemeinde sucht im Augenblick Konzepte, wie diese Flächen geschaffen werden können."

Aus der Gemeinde Oberdolling besuchen Lohr zufolge 47 Schüler die Grund- und Mittelschule in Pförring. Die dort angebotene offene Ganztagesschule werde inzwischen sehr rege in Anspruch genommen.

Das Projekt Dorferneuerung geht nach seiner Aussage nur recht zäh voran. Im Herbst 2018 werde mit der Umsetzung der ersten Maßnahmen begonnen. Er wünsche sich von den Gemeindebürgern "etwas mehr Engagement" bei dem Vorhaben, betonte Lohr. Jeder Einwohner habe die Möglichkeit, sich in Arbeitskreisen einzubringen. "Das gesamte Projekt wird in 15 bis 20 Jahren umgesetzt sein", so der Rathauschef. Geplant seien bislang folgende Maßnahmen: Renaturierung des Kelsbachs; Radweg von Unterdolling nach Ettling; Wasserleitungsbau/Straßensanierung in Weißendorf; Gestaltung des Friedhofsvorplatzes in Unterdolling; Sanierung der Ringstraße und Gestaltung des Maibaumplatz/Kriegerdenkmals in Oberdolling.

Weiter teilte das Gemeindeoberhaupt mit: "Die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr muss um ein Jahr auf den 1. Januar 2019 verschoben werden." Die Zuständigkeit der gesamten Entwässerung werde ab 2019 von den Mitgliedsgemeinden Pförring, Mindelstetten und Oberdolling auf die Verwaltungsgemeinschaft Pförá †ring übergehen. Die Kläranlage in Pförring müsse um ein weiteres Nachklärbecken erweitert werden. "Für die Baumaßnahme werden im Frühjahr 2018 Gebührenbescheide an die Gemeindebürger versendet werden", so Lohr.

Das Vereinszentrum wird nach seinen Worten um eine Veranstaltungshalle erweitert. "Die Kosten dafür betragen rund 200 000 Euro." Für das Projekt sei eine Förderung von 70 Prozent zu erwarten.

Lohr nannte auch die Ziele der Gemeinde für 2018: Planung eines weiteren Baugebietes; Verlegung der Wasserleitung in Weißendorf; Planung der Sanierung der Trinkwasserleitung und des Hochbehälters; Bau einer Veranstaltungshalle im Vereinszentrum; Beginn der ersten Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung; Gewerbeflächen für die örtlichen Gewerbebetriebe; Fertigstellung der Nachklärbecken in der Kläranlage in Pförring.