Trotzdem: Die gestiegenen Kontogebühren scheinen vielen so gar nicht zu schmecken. Und wer noch "analog" ist, also den Zahlungsverkehr zum Beispiel mit herkömmlichen Papierüberweisungen bestreitet, müsse deutlich tiefer in die Tasche greifen, wird beklagt. "Soll mein 80-jähriger Vater jetzt noch auf Online-Banking umsteigen", so die eher rhetorisch gemeinte Frage eines Kunden: "Dieses Gebaren gefällt mir ganz und gar nicht." Grundsätzlich werde "die Null-Zins-Politik auf die Kundschaft abgewälzt".

Ansonsten sind viele Emotionen mit im Spiel; gewissermaßen scheint sich mancher von "seiner" Sparkasse zu entfremden: "Für mich ist das keine lokale Bank mehr", meint ein Kunde, der ernsthaft einen Wechsel erwägt. Ein anderer beklagt, dass sein langjähriger Berater "verschwunden" sei. Vieles sei offensichtlich nach Ingolstadt verlagert worden. So könne die Eichstätter Sparkasse mittlerweile nur noch über eine Ingolstädter Nummer telefonisch erreicht werden, wird kritisiert. Für einige ist das endgültig ein deutliches Indiz dafür, dass ihre "gute, alte" Eichstätter Sparkasse der Vergangenheit angehört.